Rücksprachen mit der Gewerkschaft Syndicom haben ergeben, dass bislang jede Gemeinde, welcher ein Gespräch angekündigt wurde, ihre Poststelle verloren hat, dass es jedoch Möglichkeiten gibt, sich gegen eine Schliessung zu wehren. Die SP-Sektion Rupperswil hat deshalb beschlossen, der drohenden Schliessung zuvorzukommen und zusammen mit und im Namen der Einwohnerinnen und Einwohner von Rupperswil ein Zeichen zu setzen. Nach relativ kurzer Sammelzeit konnten SP-Mitglieder zusammen mit Sympathisantinnen und Sympathisanten am vergangenen Donnerstag die Petition „Unsere Post muss bleiben!“ mit 1‘650 Unterschriften an den Gemeinderat überreichen. Marco Landert, Gemeindeschreiber, bedankte sich im Namen des Gemeinderates für die Unterstützung durch die Bevölkerung und versicherte, der Rat werde sich mit den erforderlichen Mitteln für den Erhalt der Post einsetzen.

Zahlreiche mündliche und schriftliche Kommentare zur erfolgreichen Unterschriftensammlung zeugen davon, dass der Wert der Poststelle in einer Gemeinde mit gut 5‘500 Einwohnern nicht zu unterschätzen ist. Offensichtlich möchte niemand auf das Know how von ausgebildetem Postpersonal verzichten, auch im Wissen, dass in einer Agentur in einem kleinen Dorfladen nur noch ein Teil der Postdienstleistungen verfügbar wäre. Besonders für ältere Menschen wäre der Weg zur nächstgelegenen Poststelle in Aarau, Lenzburg oder Wildegg zu beschwerlich und kaum jemand möchte dort lange Wartezeiten am Schalter in Kauf nehmen.

Mit dieser Petition wird der Gemeinderat gebeten, sämtliche Register zu ziehen, um sich für den Erhalt der Poststelle Rupperswil einzusetzen und damit alle Postdienstleistungen in der Gemeinde zu erhalten.