Sowohl die Seniors wie auch die U19-Mannschaft der Argovia Pirates sind siegreich aus Genf zurückgekehrt. Während die U19 einen Forfaitsieg verbuchen konnten, sahen sich die Seniors einem hartnäckigen Gegner gegenüber.

Bei bestem Football Wetter traten die Teams der Argovia Pirates am vergangenen Sonntag gegen die Geneva Whoppers an. Die Seniors fuhren mit 38 Spielern an den Genfersee und starteten mit Ballbesitz in die Partie. Da die Beine nach der langen Carfahrt noch etwas schwer waren, konnten die Genfer den Angriff schon bald stoppen. Die Genfer nutzten die Anfangsmüdigkeit der Aargauer gnadenlos aus und erzielten gleich einen Touchdown. Da der PAT (Point after Touchdown) misslang, stand es nach dem ersten Quarter 6:0 für die Gastgeber. Je länger die Partie dauerte, desto besser kamen die Pirates ins Spiel. Der Ausgleich zum 6:6 kurz nach Beginn des zweiten Quarters zeichnete sich förmlich ab. Der Touchdown wirkte zusätzlich befreiend. Die Defense stoppte die Whoppers in ihrem nächsten Drive früh und ermöglichte es der Offense, gleich wieder zuzuschlagen. Nach dem Touchdown zum 6:12 gelang der Spielzug zur Two-point-conversion. Die Pirates konnten damit mit einer 6:14 Führung in die Pause.

Sieg dank starkem vierten Quarter

Nachdem die Whoppers bei ihrem ersten Drive des dritten Viertels gestoppt werden konnte, warf die Pirates Offense eine Interception, die die Genfer gleich zu einem Touchdown verwerteten. Wieder misslang den Whoppers der PAT. Die Pirates hatten noch eine knappe 12:14 Führung. Die Offense war gefordert und sie lieferte prompt. Sie schlossen ihren Drive mit dem dritten Touchdown ab und erzielten gleich wieder eine Two-point-conversion, was das Polster auf beruhigende zehn Punkte anwachsen liess. Leider nur vorübergehend, denn die Genfer reagierten sofort und konnten noch vor dem letzten Quarter auf 20:22 verkürzen. Wie schon im ersten Spiel der Saison bewiesen die Argovia Pirates im vierten Quarter starke Nerven und eine gute Kondition. Nachdem die Offense mit dem vierten Touchdown, ohne PAT, auf 20:28 erhöhen konnte, spielte die Defense ihr ganzes Können aus und stoppte den Genfer Angriff. Die Offense antwortete gleich mit dem fünften Touchdown zum 20:34 Endstand. Headcoach Roger Bächli war nach dem Spiel sehr glücklich über den Sieg: «Es war, wie erwartet, ein sehr physisches Spiel und die Whoppers kämpften bis zur letzten Sekunde. Ein grosses Dankeschön an meinen Offensecoordinator Brian Petrus und meinen Defensecoordinator Peter Putzer, die ihre Teams souverän leiteten und so zum Erfolg führten.»

U19 mit Forfaitsieg

Nach dem Heimsieg gegen die Bienna Jets, gewannen die jungen Piraten am Sonntag bei den Geneva Whoppers klar mit 65:12. Der Sieg stand schon vor dem Spiel fest, denn die Genfer konnten nicht genug Spieler für die Partie stellen. In den Büchern wird das Spiel in Genf mit 0:50 für die Pirates gewertet. Die beiden Teams einigten sich darauf, trotzdem zu spielen. Allerdings standen jeweils je neun anstatt elf Spieler auf dem Feld.
Die Offense spielte ab dem ersten Spielzug und während der gesamten Partie auf hohem Niveau. Obwohl die Spieler nach den harten Trainings der letzten Woche müde waren, konnten sie ihre Dominanz und die Durchschlagskraft der Doublewing-Formationen gegen einen eher schwachen Gegner problemlos ausspielen.
Die Defense hatte dagegen etwas mehr Mühe. Die D-Line konnte nicht konstant stark auftreten. Zusammen mit den Problemen im Tackling sorgte dies dafür, dass die Genfer zu zwei Touchdowns kamen und öfter lange Drives zeigen konnten. Trotzdem konnte die Defense einige Male ihr Können unter Beweis stellen. Neben einer Interception gelang ihnen sogar ein Touchdown, bei dem sie einen in der Genfer Endzone fallen gelassenen Ball erobern konnten.
Am kommenden Sonntag geht die Reise nach St. Gallen zu den Bears. Die Ostschweizer werden ein viel unangenehmerer Gegner sein. Die Coaches sind deshalb gefordert, die Defense bis dahin zu stabilisieren und die Konstanz zu verbessern. Dass viel Potenzial in ihm steckt, hat das U19-Team in ihren ersten beiden Auftritten eindrücklich bewiesen.