Hoch oben in den Alpen, am Ende des Val d’Hérens, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht wünschen, man vom Klang des Alphorns geweckt wird und sich sogar die Schneeflocken beim Namen kennen liegt ein kleines Dorf namens Arolla. Theo, ein junger, strammer Bauer, liebt seinen Heimatort mit dem klaren Sternenhimmel und der wunderschönen Aussicht zwar sehr, doch ihm ist alles ein bisschen zu verschlafen und langweilig. Seine Idee für Arolla: Eine Älplerchilbi! Er wollte schon mit der Organisation beginnen, aber der Rest des Dorfes fand seine Idee gar nicht toll. ,,Eine Chilbi, mit all dem Lärm und Dreck, da gäben die Kühe ja gar keine Milch mehr! ‘‘ ,, Nein, es war schon immer ruhig bei uns, das ist gut so und so soll es auch bleiben!‘‘ Viele solche Kommentare musste er sich anhören, und schon fast gab er auf. Doch dann hörte er vom Blauring Windisch, der sich ausgerechnet diesen Ort für das Sommerlager ausgesucht hatte, und schöpfte neue Hoffnung. Ohne zu zögern fuhr er mit seinem Traktor auf Windisch, um uns um Unterstützung zu bitten. Sofort sagten wir zu, und schon ging’s los ins Wallis! Natürlich sprach sich schnell herum, wer denn da gekommen sei, und schon am zweiten Abend erhielten wir eine Videobotschaft einer Dorfbewohnerin, die von dem von uns so liebevoll geschmückten Lager so beeindruckt war, dass sie uns und Theo nun auch bei der Chilbi unterstützen wollte! Spätestens jetzt war jede Einzelne topmotiviert, und wir stürzten uns so richtig in die Swissness: Wir tanzten, spielten, bastelten, wanderten, versuchten uns im Hornussen und verkuppelten sogar unseren bis dahin ledigen Bauer Theo! Motiviert vom Leiterinnenorchester versuchten sich auch einige im Alphornspielen, und immer mehr Videobotschaften stimmten uns sehr zuversichtlich, was Theos Chilbi anbelangte. Die erste Woche verstrich viel zu schnell, und schon stand der Besuchstag an. Am selben Tag war auch noch eine ausserordentliche Gemeindeversammlung, wo wieder über das Älplerfest diskutiert wurde. Auch alle Mamis und Papis merkten, dass der Widerstand im Dorf immer noch ziemlich gross war, und sie gaben Vollgas um noch einige zu überzeugen, was auch gelangJ. Je länger wir in Arolla waren, desto kleiner wurde der Widerstand und desto mehr freuten wir uns auf die Chilbi, und bald war der grosse Abend auch schon fast da: Endlich, am zweitletzten Abend, hatten wir genug Leute von unserer Älplerchilbi überzeugt, und auf Alphorn, fertig, LOOOS! Begannen die Vorbereitungen mit Vollgas, alles wurde herausgeputzt und geschmückt und schon war der grosse Abend da! Natürlich hatten alle einen Riesenspass, ob beim Schwingen, Zukunft vorhersagen, Mohrenkopfessen oder gemeinsamem Singen, es war für jeden etwas dabei. Bei einem abschliessenden EGGE-Spiel wurde uns allen plötzlich bewusst, dass wir am nächsten Morgen schon wieder nach Hause mussten! Wir tanzten noch zu unseren Lieblingslieder und bald hörte man zum letzten Mal ,,Sssscht, Nachtrueh!‘‘ – jedenfalls für dieses Jahr!

Vielen Dank für diese zwei epischen Wochen, wir freuen uns schon auf nächstes Jahr! Für alle, die immer noch im Solaloch sind und natürlich auch für alle Daheimgebliebenen veranstalten wir am 24.8.13 ein Dia-Brunch zusammen mit der Jungwacht. Wir freuen uns auf euch!:)