Unterentfelden, Suhr: Pflegeeinsatz im Gebiet Brüelmatte

Bei Sonnenschein und recht angenehmen Temperaturen trafen sich die Natur- und Vogelschutzvereine von Suhr und Unterentfelden zum jährlichen Arbeitseinsatz in der Brüelmatte zwischen Suhr und Entfelden.

Zu tun gab es reichlich und für jedermann: Die aufkommenden Gehölze am Rande der drei Weiher wurden zurückgeschnitten; es wurden Hochstammobstbäume geschnitten; im Osten der Ersatzaufforstung wurden vor allem Traubenkirschen zurückgedrängt; beim Grundwasserpumpwerk mussten vor allem die Haseln massiv zurückgeschnitten werden; bei der gefallenen Buche beim Kirchwegweiher wurden die Äste beseitigt, damit das angrenzende Land ungehindert bewirtschaftet werden kann; zudem wurden bei beiden Kirchwegweihern waldseitig die Maschendrahtzäune entfernt.

In seiner Einleitung betonte Hans-Ruedi Kunz, dass grundsätzlich alles mit Dornen geschont, der Rest wie Ahorn, Esche, Hasel und Hartriegel aber praktisch auf den Stock geschnitten werden könne. Wichtig sei nämlich, dass bei Hecken und Waldrändern Refugien für Vögel und andere Tiere geschaffen werden. Die Dornensträucher helfen dabei, dass weniger Feinde – dazu zählen auch Hunde – die schutzsuchenden Tiere stören würden.

Seit vielen Jahren bemühen sich die beiden Vereine, das Gebiet rund um die Ersatzaufforstung bei der Holzbrücke über die Suhre aufzuwerten. Zum einen steht die Förderung der Biodiversität im Vordergrund. Aber genau so wichtig ist es auch, für die Bevölkerung einen Erholungswert zu schaffen. Offenbar fühlt man sich in der Brüelmatte immer wohler: Wer dort an einem schönen Sonntag einen Spaziergang macht, ist ganz bestimmt nicht alleine. Aber auch Neuntöter, Hermelin, Gelbbauchunke, Kreuzkröte und weitere Arten sind in letzter Zeit wieder heimisch geworden. 

Beim anschliessenden Zvieri wird noch etwas gefachsimpelt. Müde, aber zufrieden gehen alle nach Hause.