Was wäre die Musikwelt nur ohne die Opern "La Traviata" oder "Aida"? Kein italienischer Komponist hat ein derart reiches musikalisches Erbe hinterlassen wie Guiseppe Verdi. Vor 200 Jahren, am 10. Oktober 1813, erblickte Giuseppe Verdi in einem kleinen norditalienischen Dorf namens Le Roncole das Licht der Welt. Etliche seiner beeindruckenden und faszinierenden Opern sind bis heute von den Spielplänen der renommiertesten Opernhäuser der Welt nicht mehr wegzudenken. Aus diesem Anlass spielt die Musik Fislisbach am diesjährigen Adventskonzert gleich drei Stücke von ihm.

Die Oper Il Travatore erzählt die traurige Geschichte des Troubadours Manrico, der als Kind von Azucena, einer bösen Zigeunerin, entführt wurde. Der Zigeunerchor (Coro dei Gitani), von dem bei diesem Stück die Rede ist, steht am Anfang des zweiten Aktes. Manrico und Azucena sitzen am Lagerfeuer, während die Männer Eisen schmieden und dazu singen. Azucena erzählt aus ihrem Leben: Ihre Mutter starb auf Betreiben des Grafen Luna auf dem Scheiterhaufen und bat ihre Tochter verzweifelt, sich zu rächen. So kam es, dass Azucena ihren eigenen Sohn in die Flammen warf im Glauben, es handle sich um einen der Söhne des Grafen. Zu spät erkannte sie ihren Irrtum und entführte daraufhin einen der Grafensöhne. Manrico erfährt auf diese Weise, dass er nicht Azucenas Sohn ist. Im weiteren Verlauf der Oper eilt er seiner Geliebten Leonore zur Hilfe und fällt dabei dem Grafen Luna in die Hände, der ihn töten lässt. Unmittelbar nachdem das Richtbeil gefallen ist, betritt Azucena, in ihrer Rache triumphierend, den Schauplatz: Der neue Graf Luna hat in Manrico unwissentlich seinen eigenen Bruder ermordet.

Aroldo, die zweiundzwanzigste von Verdis 32 Opern, ist mit Sicherheit keines der bekanntesten Werke, obwohl es eigentlich mehr Anerkennung bekommen hätte sollen. Es ist in der Tat ein herrliches Werk und enthält Momente hervorragender Lyrik. Das Trompetensolo, gespielt durch Felix Knecht in der Einleitung, ist das längste, das Verdi je für dieses Instrument geschrieben hatte.

Beim diesjährigen Konzert dürfen die Besucher gespannt sein, denn bei den Stücken Ave Maria (Verdi) und Panis Angelicus bestreitet die Sopranistin, Maria Lanz, den Sologesang!

Geniessen Sie auch ein Es-Alto-Saxophon Solo, gespielt von Sandra Iglesias bei Spanish Dances. Lassen Sie sich vom spanischen Temperament dieses Solostücks mitreissen. Abwechselnd von Leidenschaft getrieben und dann wieder introvertiert, bewegt sich die spanische Schönheit über das Parkett.

Die programmatische Komposition Of Castles and Legends basiert auf der Legende von der weissen Jungfrau auf der Kugelsburg. Es handelt von Raubrittern, die eines Tages ein schönes Mädchen entführten, die mit ihrem Vater die Strasse unter der Burg entlang fuhr. Schliesslich gelang es ihr aber sich zu befreien und fand über die Wendeltreppe einen Fluchtweg. Sehr berührende Klänge die die Situation wiedergeben.

Freuen Sie sich auch auf Rumanian Dances wo sie beobachten können, wie die Klarinettisten ihr Instrument im Griff haben. Technisch anspruchsvolle, fröhliche, lebendige rumänische Musik erwartet Sie!

Am Schluss werden zwei Weihnachtslieder gespielt, wo Sie aufgefordert werden, mitzusingen!

Traditionell findet das Adventskonzert wieder am zweiten Advent in der katholischen Kirche St. Agatha statt, am 8. Dezember 2013 um 17:00 Uhr. Eintritt frei – freiwillige Kollekte. Damit Sie sich bei frühzeitigem Erscheinen bereits vor dem Konzert darauf einstimmen können, spielt die Jugendmusik ab 16:30 dazu passende Literatur. Geniessen Sie nach dem Konzert einen Glühwein oder einen Apfelpunsch unter freiem Himmel zusammen mit der Musikgesellschaft, Ihren Freunden und Familie. Wir freuen uns auf Sie!