Unterentfelden: Gut besuchte Jubiläumsexkursion trotz Regen 

Im Rahmen der verschiedenen Jubiläumsveranstaltungen zum 30-jährigen Bestehen von BirdLife Aargau, der Dachorganisation der Aargauer Natur- und Vogelschutzvereine, bekam auch der NVV Unterentfelden die Gelegenheit, sein Wirkungsgebiet einem etwas breiteren Kreis zu zeigen. Man entschied sich, die erfolgreichen Aufwertungsmassnahmen im Raum zwischen Entfelden und Suhr zu präsentieren.

Thomas Baumann, der Pächter des Galeggehofes und Biobauer mit Leib und Seele, wusste die ca. 20 Teilnehmenden zu überzeugen. Seine Botschaft: Über lange Jahre hat man der Natur viel weggenommen; heute muss man ihr deshalb wieder einen Teil davon zurückgeben. Davon profitiert einerseits die Natur. Aber auch die urbane Gesellschaft verspürt heute immer mehr das Bedürfnis, die Ruhe und die Natur zu finden. Zwischen Entfelden und Suhr war bis in die achtziger Jahre eine ausgeräumte und langweilige Landschaft. In vielen kleineren und grösseren Schritten hat man es geschafft, das Gebiet wieder attraktiv für Mensch und Tier zu gestalten. Hecken, Hochstammobstbäume, Ruderalflächen, renaturierte Gewässer, Randstreifen und viele kleine, für die Landwirtschaft uninteressante Restflächen und ein Karpfenteich möblieren dieses Gebiet heute. Dafür kann man Neuntöter, Goldammer, Wachtel, Wasseramsel, Schwarzmilan, Turmfalke, Hermelin und andere Tiere, die über Jahre verschwunden waren, wieder beobachten.

Der Apéro auf dem Galeggehof rundete den spannenden Nachmittag ab.