SP Obersiggenthal

Aargauer Suppe in Ennetbaden: Wunsch nach gestalten statt verwalten

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Die SP-Grossrats¬mitglieder Simona Brizzi und Max Chopart luden zur Aargauer Suppe

Die SP-Grossrats¬mitglieder Simona Brizzi und Max Chopart luden zur Aargauer Suppe

Rund 25 Interessierte aus Obersiggental, Ennetbaden und Baden trafen sich kürzlich im Pröschtli in Ennetbaden, um sich News direkt aus Aarau anzuhören: Die SP Grossrats­mitglieder Simona Brizzi aus Ennetbaden und Max Chopard luden zur Aargauer Suppe.

Engagiert erzählten die beiden von ihrer Arbeit im Parlament. So warnte Max Chopard vor dem kantonalen Verkehrsprojekt Oase mit einem Martinsbergtunnel, das die Hauptstraße durch Siggenthal zu einem Autobahnzubringer machen würde. Im Zusammenhang mit der Revision des kantonalen Energiegesetzes bedauert er, dass sich bereits jetzt wieder parteipolitische Kämpfe zeigen. Er weist darauf hin, dass gewisse Kräfte vor Zwang warnen, obwohl klar ist, dass die AKW bald abgestellt werden müssen. In diesem Zusammenhang weist er auf einen seiner Vorstöße hin, mit dem er die Entsorgungskosten beim Atommüll hinterfragte - und sich herausstellte, dass bisher niemand je die Langzeitkosten nach dem Einlagern berechnet hat.

Simona Brizzi stieg ein über die Kommissionsarbeit - am Beispiel der Bildungskommission. Aktuell ist die ‚Neue Ressourcierung der Volksschule‘, bei der elf Projektschulen pro Schülerin und Schüler einen Betrag bekommen, statt wie bisher aus verschiedenen Kassen das Geld zusammenzunehmen – ein interessantes Projekt. Eine Pauschalierung der Ressourcen erfolgt neu für die Verstärkten Massnahmen (VM), um eine weitere Mengenausweitung zu verhindern. Ab Schuljahr 2018/19 bekommt jede Gemeinde pro Schülerin und Schüler neu einen Betrag - der in gewissen Gemeinden nicht genügt und in anderen sogar zu ‚geschenkten Lektionen‘ führt. Ob dieses Giesskannenprinz sinnvoll ist, bezweifelt Simona Brizzi.

Beide bedauerten die sinkende Zahl von Grossratssitzungen, dies komme daher‚ "weil der Kanton finanziell ausgeblutet ist und ohne Geld keine neuen Geschäfte mehr angepackt werden. Es wird nur noch verwaltet statt gestaltet" so Chopard. Weniger Sitzungen bedeuten zudem, dass man sich weniger sehe und es schwieriger werde, für Vorstöße zu lobbyieren, ergänzte Brizzi.

Bei einer türkischen Linsensuppe und angeregten Diskussionen ging ein spannender Abend zu Ende.

SPO

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