Schwimmclub Aarefisch, Aarau

Aarefische auf dem Trockenen - Pool gesucht

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Beim Filmdreh mit dem SRF im Februar sah die Welt noch anders aus. Gerade aus dem anstrengenden dreiwöchigen Höhentrainingslager in den Pyrenäen zurück, freuten sich die Eliteschwimmer des Schwimmclubs Aarefisch, Aarau auf die Sommersaison im Schwimmbad Schachen. Bis zu 25 Stunden pro Woche trainieren die Athleten normalerweise im feuchten Nass. Seit Mitte März sind die Schwimmbäder aber wegen der Corona-Krise geschlossen. «Es ist schon krass, wir mussten vom einen auf den anderen Tag von hundert auf null herunterfahren», sagt Dario Wickihalter, Mitglied der Junioren Nationalmannschaft und Schüler der Sportkanti wie viele andere aus der Elitemannschaft. Die Ferienzeit wollten die Schwimmerinnen und Schwimmer des SC Aarefisch nutzen, um noch intensiver im Wasser zu trainieren als normal. Zwei Schwimmeinheiten täglich wären auf dem Plan gestanden.

Fitness halten geht, aber das Wassergefühl fehlt

«Fit halten kann ich mich schon irgendwie, aber das Gefühl im Wasser fehlt mir extrem. Das kann man nicht simulieren.», meint Wickihalter. Es kommt ihm zugute, dass er seit kleinauf polysportiv unterwegs ist und lange intensiv Triathlon trainierte. So weicht er momentan motiviert auf andere Disziplinen aus. Ähnlich geht es auch Robin Affentranger, ebenfalls Mitglied der Juniorennationalmannschaft, im Dezember des letzten Jahres noch der schnellste 15-jährige Schweizer Alltime im Rückenschwimmen. Ihm kommt wie seinem Teamkollegen zugute, dass er sich bis vor zwei Jahren ebenfalls polysportiv betätigte. Zusammen mit seinem Bruder Kevin, der auch in der Elitemannschaft des Aarefisch trainiert, fuhr er Skirennen und gehörte dem Berner Oberländer Skikader an.

Alle Athleten sind gesund und versuchen, das beste aus der Situation zu machen. Joggen, Biken und Rennvelo, Rudern auf dem Ergometer und Training auf der Schwimmbank dienen der Ausdauer, dazu kommen Athletik und Pilates. Sehr gefordert ist darum auch Dirk Thölking, der Cheftrainer des SC Aarefisch, Aarau. Von ihm kommen allgemeine und individuelle Trainingsprogramme, Athletik- und Kardio-Übungen, die man zu Hause und alleine bewältigen kann, sowie Video-Tutorials. Bei allen Aktivitäten fehlt jedoch das Wassergefühl, mit Landtraining erzielt man im Schwimmsport nie den gleichen Effekt wie im Wasser. Ein Schwimmer trainiert gegen 75% seiner Einheiten im nassen Element, bis gegen 20 Stunden in der Woche. Beide Spitzenschwimmer und mit ihnen alle Elite- und Nachwuchsschwimmer hoffen darum, bald wieder im Wasser in der Region trainieren zu können.

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