Trainer Albert Malgin konnte erstmals seit längerer Zeit wieder auf seinen wieder genesenen Captain Marco Vogt zählen. Die Linien wurden gegenüber den vergangenen Spielen entsprechend neu durchmischt. Der Start gelang Basel nicht. Bereits nach knapp 4 Minuten sorgten Seematter und Ruch mit den ersten zwei Huttwiler Angriffen für einen 2:0 Vorsprung. Basel zeigte sich vom frühen Rückstand nicht beeindruckt und suchte vehement den Anschlusstreffer.

Das Wettkampfglück war an diesem Abend aber nicht auf Seiten der Gäste. Die Schüsse von Fröhlicher oder Heughebaert zischten knapp am Tor vorbei, Gfeller scheiterte alleine an Gasser oder es war immer ein Bein oder Stock des Gegners im letzten Moment dazwischen. Die Huttwiler beschränkten sich auf Konterangriffe, die aber jeweils durch ihr schnelles Umschaltspiel sehr gefährlich waren.

Prompte Reaktion auf Gegentore

Das Mitteldrittel begann für Basel ebenfalls mit einem Gegentreffer. Lerch traf listig via Osterwalders Schoner zum 3:0 für Hockey Huttwil. Nun schien der EHC angezählt. Da halfen die 8 Minuten Unterbruch wegen der Reparatur eines Plexiglases, um neue Kraft und neuen Mut zu sammeln. Marois setzt sich in der Folge zwischen zwei Verteidigern durch und traf zum 1:3. Auch auf den 4. Treffer von Patrick Meyer (Total 5 Skorerpunkte) reagierte Basel prompt mit dem dritten Tor innert 48 Sekunden durch Rattaggi.

Basel hatte nun seine beste Phase und mehrere Möglichkeiten für einen Torerfolg. Insbesondere Marois hatte mit einem Pfosten- und einem von Gasser glänzend parierten Schuss Pech. Statt 3:4 hiess es am Ende des 2. Drittels nach einem Powerplaytor von Felder 2:5.

Diese Hoffnung auf eine Aufholjagd wurde wieder mit einem frühen Tor durch Nägeli genommen, nachdem man die Scheibe mehrmals nicht aus dem eigenen Drittel befördern konnte. Gegen Ende des Spiels kamen die Gastgeber noch zu einigen Möglichkeiten, als die Partie entschieden war. Das 7:3 durch Felder in Überzahl war dann noch Resultatkosmetik.

Huttwil ist neuer Leader

Das klare Resultat von 7:3 ist gar etwas hoch ausgefallen, waren die Basler in den ersten zwei Dritteln nicht die schlechtere Mannschaft. Auf der anderen Seite muss man auch die Leistung des Gegners anerkennen, die mit ihrem einfachen, gradlinigen und effizienten Hockey nun erstmals die Leaderposition der MySports League übernehmen konnte.

Das Spiel noch zu Gunsten der Basler zu drehen gelang fast noch Nick Marois, der sich einige Chancen erarbeitete, zwei Skorerpunkte markierte und einen Pfostenschuss hatte: «Wenn der ins Tor statt an den Pfosten geht, kann das Spiel in die andere Richtung laufen», so Marois zur Schlüsselszene. «Wir haben die ersten 40 Minuten gut gespielt, müssen jedoch als Team daran arbeiten, den Fokus über 60 Minuten zu halten.»

Sichtlich wohl fühlte er sich in der Sturmlinie mit seinen französisch sprechenden Kollegen Vodoz und Tuffet, die für das erste Mal gut harmonierten. Für die nächsten Spiele gibt es für ihn folgendes Mittel: «Aus einer stabilen Defensive in die Offensive gehen und sich an die Vorgaben halten.» Für den EHC Basel geht es nun am Samstag, 3. November, gegen Bülach (Spielbeginn 20:15 Uhr) in erster Linie darum, wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden – egal wie.