Naturschutzverein Eiken

3 Jahrzehnte und mehr für die Natur - Markus Schuhmacher gibt seine Vorstandsarbeit ab

megaphoneVereinsmeldung zu Naturschutzverein Eiken
Das Bild entstand kurz vor der Einlieferung in eine Kleintierpraxis. Um Stress möglichst zu vermeiden, wurde der Vogel für den Transport verhaubt. Leider musste der Bussard aufgrund der Verletzung eingeschläfert werden. Bei positivem Befund, wäre der Vogel in eine vom kantonalen Veterinäramt bewilligte Pflegestation gekommen. In diesem Fall in die Storchenstation Möhlin, die auch für die Pflege von Greifvögeln bestens eingerichtet ist.

Markus Schuhmacher mit einem verletzten Mäusebussard.

Das Bild entstand kurz vor der Einlieferung in eine Kleintierpraxis. Um Stress möglichst zu vermeiden, wurde der Vogel für den Transport verhaubt. Leider musste der Bussard aufgrund der Verletzung eingeschläfert werden. Bei positivem Befund, wäre der Vogel in eine vom kantonalen Veterinäramt bewilligte Pflegestation gekommen. In diesem Fall in die Storchenstation Möhlin, die auch für die Pflege von Greifvögeln bestens eingerichtet ist.

Es gibt Momente im Leben, die unvergesslich sind. Eines dieser Augenblicke war für Markus Schuhmacher im Herbst 2017, als er in Eiken einen durchziehenden, sehr seltenen Schreiadler sichten und fotografieren konnte. Während seiner 30- jährigen Mitarbeit im Vorstand des Naturschutzvereins lag seine grosse Leidenschaft bei den Greifvögeln. An der Generalversammlung des Vereins Ende Januar wird er seine Vorstandsarbeit abgeben, jedoch nicht seine Liebe zur Natur.

Seit seiner Jugendzeit faszinieren Markus Schuhmacher die Greifvögel. Er sammelte von ihnen Bilder aus Zeitschriften und Büchern, zeichnete sie und hielt über die zum Teil kräftig gebauten Vögel Vorträge in der Schule. Sein Vater Karl nahm ihn häufig zu den Aktivitäten des Naturschutzvereins mit, unter anderem zur Kontrolle und Beringung der jungen Waldkäuze. Als sein Vater 1988 seine Vorstandsarbeit abgab, trat er in seine Fussstapfen und amtete bis zum heutigen Tag als Vizepräsident des Naturschutzvereins Eiken.

In den drei Jahrzehnten als Vorstandsmitglied und als aktiver Naturschützer investierte Markus Schuhmacher viel Zeit in regionale wie auch weitreichendere Naturbelange. Er war in diverse Projekte involviert, unter anderem in die zeitintensiven Erhebungen von Flora- oder Faunainventaren im Gemeindebann. Seine ornithologischen Kenntnisse setzte er bei Exkursionen ein. Auch bei Öffentlichkeitsarbeiten konnte der Naturschutzverein auf die langjährigen Fachkenntnisse von Markus Schuhmacher zählen. Bei der Erarbeitung der Jubiläumsschrift des Vereins im Jahr 1998 sowie bei der Eröffnung und Bewirtschaftung der ersten Vereinshomepage im 2000 war er federführend. Mit Engagement wirkte er bei der Schaffung und Sanierung von Feuchtbiotopen und bei der Pflanzung von Hecken mit.

Nebst Fauna und Flora gab es während den aktiven Jahren im Naturschutzverein Eiken auch prägende Begegnungen mit Gleichgesinnten. Leo Amrein, der nur ein Jahr später nach Markus Schuhmacher in den Vorstand trat, wurde ein liebgewonnener Wegbegleiter. Er schätzt seine ornithologischen Kenntnisse und sein Engagement für die Natur.

Nach 30 Jahren gibt Markus Schuhmacher die Vorstandsarbeit ab. Seiner Leidenschaft, Vögel zu beobachten, wird er weiterhin nachgehen. Auf den Jurahöhen im Fricktal beobachtet er öfters Greifvögel. Die eingangs erwähnte Beobachtung des Schreiadlers war denn auch eine Faszination der seltenen Art. Seit 1900 warder von ihm gesichtete Schreiadler erst der13. Nachweis in der Schweiz.Für Markus Schuhmacher war dies ein bewegender Moment.

Der Verein kann nach seinem Vorstandsaustritt weiterhin auf ihn zählen. Seine Tierfotos wird er immer noch unter www.nveiken.chzur Verfügung stellen und unter „Wow-Momente“ seine Beobachtungen zeigen. Unverändert wird er den Naturschutzverein Eiken in der Natur- und Landschaftskommission vertreten.

Etwas zusammen bewegen und die Gemeinschaft pflegen, hat Markus Schuhmacher im Verein immer sehr geschätzt. Er arbeitete auch gerne mit dem Kanton, der Gemeinde und den regionalen wie auch kantonalen Organisationen zusammen. Der Verein kann nur kleine Eckpfeiler einschlagen, so Markus Schuhmacher, doch er ist überzeugt, dass es nebst den überregionalen und den gross angelegten Projekten auch die Aktivitäten eines Vereins vor Ort braucht.

Der Liebe zur Natur und seiner Leidenschaft, den Greifvögeln, wird er weiterhin mit grosser Freude nachgehen.

Bericht Daniela Lauber Bärlocher

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