Help-Point Sumy

2600 Kilometer in den «Wilden Osten»

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Verein Help-Point Sumy bringt mehr als 140 Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine

11 Camions voller Hilfsgüter für Spitäler, Heime und Schulen sowie ein Tanklöschfahrzeug für die Feuerwehr starteten am Samstag von Wohlen aus zur Fahrt nach Sumy. Wenn alles nach Plan läuft, erreicht der zweite humanitäre Konvoi des Vereins Help-Point Sumy am Dienstag sein Ziel.


Begonnen hat alles vor fünf Jahren, als die Gemeinde Wohlen ihr ausgedientes Tanklöschfahrzeug an die Feuerwehr der ukrainischen Stadt Sumy verschenkte. Seither hat sich der Umfang der humanitären Hilfe ständig vergrössert, derzeit ist ein Hilfskonvoi mit 11 Lastwagen und 144 Tonnen Material unterwegs nach Sumy. "Ohne das ehrenamtliche Engagement unserer Helfer, die grosszügigen Materialspenden von Spitälern, medizinischen Institutionen, Armee und Feuerwehr, die Unterstützung durch unsere Sponsoren und nicht zuletzt unsere freiwilligen Fahrer, die alle ihre Kosten selber bezahlen, wäre dieser Konvoi gar nicht möglich", sagte Marianne Piffaretti am Freitag bei der Verabschiedung. Die Präsidentin des Vereins Help-Point Sumy wünschte den 24 Chauffeuren (22 Männer, 2 Frauen) eine gute, unfallfreie Fahrt in die Ukraine. Mehr als 2600 Kilometer legen die Camions und das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Diessenhofen zurück, bis sie am Dienstagabend in Sumy ankommen.

Bei den Hilfsgütern handelt es sich in erster Linie um Spitalbetten, medizinisches Material, Ausrüstung und Fahrzeuge für Feuerwehr und Polizei sowie Mobiliar für Schulen und Kindergärten. "Finanziert werden unsere Konvois durch Spenden und Mitgliederbeiträge, der Verein verursacht keine administrativen Ausgaben", sagt Piffaretti. Trotzdem sind für den bevorstehenden Konvoi beträchtliche Finanzmittel nötig. "Der grösste Posten ist der Treibstoff, dazu kommen Kosten für Fahrzeugunterhalt, Gebühren für Bewilligungen, Ausgaben für Übersetzungen und vieles mehr", zählt sie auf.

Keine Kosten entstehen dem Verein Help-Point Sumy dagegen für die insgesamt 11 Camions, mit denen die Hilfsgüter transportiert werden. Zugmaschinen und Auflieger werden von Sponsoren zur Verfügung gestellt. Darunter sind LKW-Hersteller wie Mercedes Wettingen, Iveco Hendschiken oder Renault Trucks Dietikon, Händler und Garagisten wie Hächler Othmarsingen, Neuhaus Fahrzeugbau Wohlen und Thomann Schmerikon, Transportunternehmer wie Bachmann Kölliken oder Zeier Mellingen und schliesslich LKW-Vermieter wie Pema Rekingen. "Wir freuen uns sehr über dieses grosszügige Engagement, dadurch werden die Konvois überhaupt erst möglich", erklärt Andreas Sulser vom Verein Help-Point Sumy. Der Konvoileiter, der schon mehrfach in der Ukraine war, freut sich, dass auch diesmal hervorragendes Material und eine gute Fahrercrew zur Verfügung steht. "Es ist sehr erfreulich, wie viele Leute und Firmen uns unterstützen", sagt er. Obwohl die viertägige Fahrt den Chauffeuren einiges abverlangt, melden sich bei ihm immer wieder interessierte Konvoifahrer. "Wenn man sieht, wie glücklich die Menschen in Sumy über die Hilfe sind, dann weiss man: Der Aufwand lohnt sich", sagt Sulser. (fhä)

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