Nach dem guten Saisonstart mit zwei Siegen und dem gestrigen knappen 5:6-Niederlage gegen Köniz war man gespannt auf den Auftritt von Waldkirch St. Gallen gegen den SVWE im extra hergerichteten Leichtathletikzentrum. Die über 1000 Zuschauer sahen aber mit Beginn der Partie einen SVWE der beim Heimteam gar nicht erst Euphorie aufkommen lassen wollte.

Und tatsächlich: Nach knapp neun Minuten und vier Gegentoren musste WaSa-Trainer Arvidsson bereits sein Time Out ziehen. Damit konnte er zwar den Lauf der Gäste in der Offensive brechen, aber keineswegs Spannung in die Partie zurückbringen. Denn defensiv liess die Berger-Truppe rein gar nichts zu.  Und als dann im Mitteldrittel der SVWE erneut einen Blitzstart hinlegte und wieder vier Treffer innerhalb von acht Minuten erzielte, war «der Mist aus Berner Sicht gekarrt», oder in St-Galler Sprechweise die «Olma-Wurst verspeist».

Fehlerhafte St. Galler

Es zeigte sich, dass WaSa am Vorabend in der engen Partie gegen Köniz doch einige Körner zu viel verbraucht hatte, um dem Tempospiel der Gäste Paroli bieten zu können.  Die Ostschweizer agierten unter dem permanenten Druck fehlerhaft, was vom - im Gegensatz zu den ersten zwei Saisonspielen - diesmal sehr effizienten SVWE brutal ausgenutzt wurde.

Erfreulicherweise beteiligte sich erstmals in dieser Saison auch die dritte Linie rege an der Torproduktion, nachdem sie bislang mit nur einem Tor zu Buche stand. Dabei glückte dem langjährigen WaSa-Spieler Nico Mutter ausgerechnet gegen seine Ex-Teamkollegen der erste Meisterschafts-Treffer für seinen neuen Verein. Ebenfalls gegen ihren Stammverein trafen Dominik Alder und Claudio Mutter, auf der Gegenseite verpasste Tino von Pritzbuer das gleiche Unterfangen, obwohl sehr bemüht.

Besser machten es die Reservisten beim SVWE, die im Schlussdrittel auch noch Auslauf erhielten und sich in dieser Reihenfolge (Ziehli, Affolter und Schenk) auch noch unter die Torschützen reihen konnten. Somit war es aus Wiler Sicht ein rundum gelungener Ausflug in die Ostschweiz und dementsprechend angenehm dürfte sich bei allen drei Teams auch die Rückreise gestaltet haben. Bereits Sonntagmittag wir das NLA-Team wieder Richtung Osten fahren und um 17.00 Uhr das zweite Spiel der Doppelrunde gegen Chur in Angriff nehmen.

Dass die Bündner bereits am Freitagabend ihr erstes Spiel bestritten und einen Ruhetag mehr hatten, dürfte angesichts des leichten SVWE-Sieges nicht ins Gewicht fallen. Vielmehr wird die Herausforderung darin bestehen darauf vorbereitet zu sein, dass die Gegenwehr und Aggressivität des Gegner weitaus grösser sein dürfte. (msl)