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13. Röbi-Wüest-Cup: Dieter Grossen durch nichts zu bremsen

Die Preisgewinner des 13. Röbi-Wüest-Cups: (von links) Patrick Huber (2.), Dieter Grossen (Sieger), Tamara Vock (3.), Gregor Broder (4.) und Wettkampfchef Robert Wüest.

Die Preisgewinner des 13. Röbi-Wüest-Cups: (von links) Patrick Huber (2.), Dieter Grossen (Sieger), Tamara Vock (3.), Gregor Broder (4.) und Wettkampfchef Robert Wüest.

Der grosse Meister der Aargauer Pistolenschützenszene, Dieter Grossen, setzte sich beim 13. Röbi-Wüest-Cup in Suhr zum 9. Mal durch. Der 45-jährige Fuller liess sich weder durch eine Waffenstörung noch durch heisse Patronenhülsen irritieren. Nach einem überraschenden Manöver setzte er via Hoffnungsrunde zum grossen Siegeszug an.

Der prestigeträchtige Freundschaftswettkampf mit den besten Aargauer Pistolenschützen ist zwar nach Ehrenpräsident und Wanderpreisspender Robert Wüest benannt. Längst ist sich die Szene jedoch einig, dass die attraktive Konkurrenz in Dieter-Grossen-Cup benannt werden müssten.

Der nimmermüde Ostaargauer nützte die 13. Austragung nach der letztjährigen Viertelfinalniederlage gegen Bernhard Kayser zu einer Machtdemonstration. An diesem Tag hätte ihn wohl einzig der Schützenkönig von 2010, Christian Klauenbösch, ernsthaft herausfordern können. Doch der Vorjahressieger aus Bottenwil lag krank im Bett.

30 statt 50 Punkte

Die Vorrunde begann mit einem Paukenschlag. Der grosse Favorit schoss in der ersten Fünferserie nur drei Zehner. Mehr Schüsse befanden sich nicht auf der Scheibe. Zwei Nuller bedeuteten den Fall auf den 28. und letzten Rang. Was war da los? „‚Faule‘ Munition und eine absehbare Waffenstörung. Deshalb verzichtete ich auf zwei Schüsse.“, erklärte Dieter Grossen sein unorthodoxes Vorgehen. Stattdessen qualifizierte er sich mit 149 Punkten über die Hoffnungsrunde für den Achtelfinal.

Erfolgreiche Revanche im Achtelfinal

Für das zweite grosse Raunen in der Suhrer Regionalschiessanlage Obertel sorgte die Auslosung der Cuprunden. Grossen stiess in der ersten Runde auf seinen letztjährigen Bezwinger Kayser. „Kein Problem. Das stachelt mich an, wenn ich herausgefordert werde“, kommentierte der Favorit das vermeintliche Lospech und bestätigte diese Aussage im Stand eindrücklich. Mit dreimal 50 Punkten distanzierte er den Zofinger um 6 Ringe.

Im selben Stil schoss Grossen weiter. Ordonnanzschütze Nick Schmid blieb im Viertelfinal mit 147:150 Zählern chancenlos, obwohl die grosskalibrigen heissen Patronenhülsen Schmids dem Favoriten mehrmals jäh um den Kopf sausten. Im Halbfinal schöpfte Gregor Broder mit 149 Punkten sein volles Potential aus, wie er selber sagte, doch Grossen gelangen erneut 15 Volltreffer.

Nahe an der Perfektion

Patrick Huber von den Pistolenschützen Spreitenbach benötigte gegen die einzige Schützin im 28-köpfigen Feld, Tamara Vock, ein Shootoff, um Grossen im Final herauszufordern. Damit hatte der aktuelle Schweizer Meister mit der Ordonnanzwaffe sein Pulver verschossen. „Dieser Final war für mich neu und nervenaufreibend. Am Schluss gings nicht mehr“, erklärte er die 144:149-Niederlage.

Dieter Grossen war trotz des neunten Erfolges in diesem Wettbewerb nicht ganz zufrieden. „Schade um den einzigen Neuner. Nochmals 150 Punkte wären der perfekte Wettkampf gewesen.“ Im kleinen Final setzte sich Tamara Vock gegen Gregor Broder mit 149:145 durch. „Der Patzer im Stechen gegen Patrick Huber war ärgerlich. Ich hätte heute gerne Dieter Grossen herausgefordert.“, kommentierte die Sarmenstorferin ihren starken Abschluss.

Patrick Huber (links) musste sich im Final mit seiner Ordonnanzwaffe dem routinierten Sportschützen Dieter Grossen klar geschlagen geben.

Patrick Huber (links) musste sich im Final mit seiner Ordonnanzwaffe dem routinierten Sportschützen Dieter Grossen klar geschlagen geben.

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