Aarau

Zwölf mal ja zur Zukunft

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Es war ein Monsterprogramm, durch das Synodenpräsident Peter Neuhaus „seine“ Synodalen zu leiten hatte am Nachmittag dieses 7. November 2012. Zu seinen Ehren und weil der Grossratssaal in Aarau am selben Tag von der Synode der Reformierten Landeskirche besetzt war, hatten sich 122 Kirchenparlamentsabgeordnete und ihre Gäste in der Turnhalle des Ortsteils Sulz in Laufenburg versammelt. 12 Traktanden standen auf der Tagesordnung. Die Versammlung gedachte zu Beginn der beiden jüngst verstorbenen Geistlichen Leo Nietlispach und Vinzenz Felder. Es folgten interessante Informationen von Stadtammann Rudolf Lüscher über die „Waldstadt am Rhein“ Laufenburg und damit die Einsicht, dass für Deutsche und Schweizer unterschiedliche Meereshöhen zur Berechnung von Brückenhöhen gelten.

Zusätzlicher Saal für Propstei

Dem Verpflichtungskredit in Höhe von 1‘384‘000 Franken für die Erweiterung des Seminarhotels und Bildungshauses Propstei Wislikofen wurde mit nur einer Gegenstimme zugestimmt. Zu reden gab ein Votum aus der Versammlung zu bautechnischen Fragen. Der Kirchenrat hatte jedoch vorgängig dazu eine profunde Expertise erstellen lassen und konnte die Bedenken ausräumen. Mit der Saalerweiterung wird der steigenden Nachfrage nach den Angeboten der Propstei nun Rechnung getragen. Dem Verpflichtungskredit über 413‘500 Franken für die Sanierung der Wasserleitungen in der Propstei wurde ebenfalls zugestimmt.

Die Synode genehmigte auch die Leistungsvereinbarung mit Caritas Aargau mit überwältigendem Mehr. Nur ein Teilbereich dieser Vereinbarung, die Überführung des italienischsprachigen Sozialdienstes von Acli zu Caritas, wurde von einem Synodalen bedauert, änderte aber nichts an der grundsätzlichen Akzeptanz der Vereinbarung. Noch deutlicher stimmte die Synode der Überführung der Fachstelle Religion Technik Wirtschaft an der Fachhochschlule Brugg-Windisch in eine feste ökumenische Fachstelle zu: einstimmig. Diskussionslos gutgeheissen und mit anerkennendem Applaus bedacht wurden das Budget 2013 und der Finanzplan 2013-2016. Der Zentralkassenbeitragssatz bleibt bei 2,7 Prozent.

300‘000 Franken für Kloster Fahr

Freuen dürfte sich die Schwesterngemeinschaft des Klosters Fahr. Ihr grosses Sanierungswerk wird von der Landeskirche mit 300‘000 Franken unterstützt, welche vornehmlich zur Renovierung des Kirchturms Verwendung finden. Es war dem Kirchenrat wichtig, so Ratspräsident Luc Humbel, gerade in den Kirchturm zu investieren, denn dieser ist das weithin sichtbare Zeichen dieses christlichen und kulturellen Gutes, das als Aargauer Enklave mitten aus Zürich heraus in seine Umgebung ausstrahlt.

Einheitliches Personalreglement

Das Organisationsstatut wird dahingehend geändert, dass die Synode die Kompetenz erhält, ein für die Landeskirche und alle Kirchgemeinden einheitliches Personalreglement einführen zu können. Marianne Schmidlin aus Brugg forderte in ihrer Stellungnahme zwar dazu auf, diesen Antrag abzulehnen, da er den in der Schweiz geschätzten und erprobten Föderalismusgedanken unterlaufe. Aber die Argumente von Kirchenratspräsident Luc Humbel überzeugten das Plenum grossmehrheitlich. Nach den Klängen des Bläserquintetts aus Laufenburg zur Verabschiedung von Peter Neuhaus, stiessen die Synodalen beim Apéro auf die neue Synodepräsidentin Bernadette Bernasconi-Huser aus Moosleerau und Vizepräsident Marcel Baumgartner aus Kirchdorf an.

Römisch-Katholische Landeskirche des Kantons Aargau

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