Mit ihrem Platz im XL-Zentrum verfügt die Laufenburger Bibliothek über einen sehr prominenten Standort. Sie wird denn auch entsprechend gut frequentiert. Trotzdem wurde nun mit der Integration der Ludothek, die ihren Sitz im alten Grundbuchamt verloren hatte, eine Neuausrichtung angegangen. Seit Beginn dieses Jahres werden Bibliothek und Ludothek gemeinsam geführt. Eveline Dillinger, die Leiterin der Bibliothek zog nach Ablauf der ersten fünf Monate eine Zwischenbilanz, die sehr positiv ausfällt. Dies ist nicht selbstverständlich, gab es doch zu Beginn dieses Zusammenschlusses auch negative Stimmen.

Insbesondere wurde befürchtet, dass die Ludothek zu einer massiven Lärmbelastung durch die spielenden Kinder führen könnte. «Dies ist aber überhaupt nicht der Fall», betont Eveline Dillinger, für welche die Fusion ein guter Schritt in die richtige Richtung ist. Das erklärte Ziel sei nämlich eine möglichst gute Nutzung der nicht gerade billigen Bibliotheksräume Eine Kombination von Bibliothek und Ludothek liege zudem vielerorts im Trend. Freilich habe die Veränderung zum Verlust einiger erwachsener Kunden geführt, dafür habe man jedoch junge Familien gewinnen können.

«Die Bibliothek ist ein wichtiger sozialer Treffpunkt», betont die Leiterin: «Hier kommen Eltern mit ihren Kindern und nutzen dann oft die Gelegenheit zu einem Schwatz.» Zunehmend trifft man auch Grosseltern in der Bibliothek, die mit ihren Enkelkindern nach geeigneten Büchern oder Spielen suchen. Leider nutzen die meisten Secondos, aber auch ein grosser Teil der jungen Generation das bestehende Angebot kaum.

Eveline Dillinger führt die Bibliothek zusammen mit Fabienne Iten und Nicole Prions, die bisher die Ludothek im alten Grundbuchamt betreut hatten. Die grosszügigen Öffnungszeiten laden ein zu einem unverbindlichen Besuch. Während der Sommermonate ist man übrigens wiederum mit einem Bücherstand in der Badi vertreten. Weitere Einzelheiten unter www.bibliothek-laufenburg.ch.