Reinach (AG)

Zwischen Hammer, Ambos und Bürsten

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Die HVW besuchte zwei Perlen der Gewerbe- und Industriegeschichte in Oberentfelden

Die Herbstexkursion der Historischen Vereinigung Wynental (HVW) führte am vergangenen Samstag 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Oberentfelden. Auf dem Programm standen mit der Schmiede und dem Industriemuseum (Walther Bürsten) zwei Institutionen, die räumlich zwar klein sind, inhaltlich aber viel Interessantes zu bieten haben.

Die 1842/43 erbaute Schmiede wird seit 2004 von einem Verein bereut, dessen Präsident, Hans Meyer, uns fachmännisch durch das Haus führte. Meyer zeigte auf, welche Vielfalt an Produkten die spezialisierten Huf-, Nagel- und Messerschmiede oder die Schlosser herstellten. Bei einem Besuch in der Werkstatt, wo zwei Schmiede die Hämmer schwangen, konnten die Besucher etwas authentischen Schmiededuft schnuppern. Im Untergeschoss berichtete zudem Peter Richner vom Verein Eisen und Bergwerke von der Erzgewinnung in Herznach und von Fossilienfunden.

Das Industriemuseum, das allein von Christian Heilmann und Ruth Huwiler-Leu getragen wird, beherbergt eine beeindruckende Bandbreite von Bürsten, die bis 1987 vom Familienunternehmen Walther fabriziert worden waren: Von der Zahn-, Haar-, Pferde- oder Schreibmaschinenbürste bis zum Rasierpinsel und zur Fussmatte finden sich alle möglichen 'borstigen' Objekte. Neben der Produktion kamen auch Marketing und die Arbeitsbedingungen der Belegschaft zur Sprache.

Gemeinsam haben beide besuchten Institutionen, dass sie ohne das persönliche Engagement und die Iniative der Führer heute nicht bestehen würden. Dies beeindruckte die Gäste ebenso wie die vermittelten Inhalte.

HVW-Traditionsgemäss klang der von Christine Haller perfekt organisierte Nachmittag mit einem geselligen Zvieri in der alten Mühle aus. (Raoul Richner

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