Frauenfeld wurde am vergangenen Wochenende zur Trommel- und Pfeiferhauptstadt. Musikanten aus über 100 Vereinen der ganzen Schweiz massen sich am 26. Eidgenössischen Tambouren- und Pfeiferfest im friedlichen Wettstreit. Mittendrin wirbelten 23 Tambouren der Fasnachtzunft Ryburg aus Möhlin und kämpften um gute Platzierungen. Im Einzelwettspiel resultierten drei Podestplätze und insgesamt acht Kränze.

In der Höchstklasse setzten Fabian Egger und Stefan Freiermuth die Glanzpunkte aus Sicht der Fasnachtzunft. Sie trommelten virtuos, spielten sich mühelos ins Finale und dort unter die besten Drei. Die Entscheidung um den Sieg fiel hauchdünn aus. Am Ende trennten die aktuell drei besten Trommler der Schweiz nur gerade drei Zehntelspunkte. Fabian Egger stieg nach einer hervorragenden Leistung mit nur einem Zehntelspunkt Rückstand auf den Schweizermeister Christophe Avanthay als Zweiter auf das Podest. Stefan Freiermuth sorgte mit seiner hohen Trommelkunst als Dritter für ein von Ryburgern dominiertes Siegerpodest am Eidgenössischen. Ein weiterer Ryburger Tambour glänzte in der Höchstklasse: Auch Simon Jenzer trommelte sich ins Finale und dort auf den ausgezeichneten siebten Rang. Für seine gute Darbietung in der Vorrunde wurde Sascha Schwarb ebenfalls mit einem Kranz ausgezeichnet.

Stets Anwärter auf Kranzauszeichnungen sind die Ryburger Veteranen. In der Kategorie TV1 überzeugte Christoph Burkhalter mit dem starken dritten Rang und in der Kategorie TV2 holten Romeo Wyss (8. Rang) und Sandro Cocco (10. Rang) zwei weitere Kränze für die Ryburger. Bei den Jungtambouren klassierte sich der erst elfjährige Jérôme Kym in der Höchstklasse auf dem hervorragenden fünften Rang.

Im Sektionswettspiel starteten die Ryburger unter der Leitung von Fabian Egger mit einer deutlich verjüngten Truppe in der Höchstklasse. Nebst Jérôme Kym waren in ihren Reihen sechs weitere ambitionierte Jungtambouren im Alter von dreizehn bis sechszehn Jahren zu finden. Sie spielten am diesjährigen Eidgenössischen erstmals in der Sektion ihrer älteren Vereinskollegen mit. Hinter den Ryburger Tambouren lag eine intensive Vorbereitungsphase, in der zwei mit höchsten Schwierigkeitsgraden bestückte Trommelkompositionen und ein Basler Marsch eingeübt wurden. Am Wettspiel konnte die Fasnachtzunft Ryburg ihren Schweizermeistertitel aus dem Jahr 2010 zwar nicht verteidigen, zeigte aber auf dem starken sechsten Rang von 21 gestarteten Sektionen, dass mit dieser verjüngten Formation in Zukunft zu rechnen sein wird.

Einen Schweizermeistertitel gab es trotzdem zu feiern für die Ryburger. In der neuen Kategorie „Gruppe Veteranen Tambouren“ startete der Ryburger Ivan Kym gemeinsam mit zwei Tambouren aus befreundeten Vereinen für die Fasnachtzunft. Die drei Veteranen liessen keine Zweifel am Sieg aufkommen und distanzierten die Konkurrenz deutlich.

Mit dem Festumzug ging am Sonntagnachmittag für die Ryburger ein gelungenes Eidgenössisches Tambouren- und Pfeiferfest zu Ende.

 Rahel Heule