In der Schweiz gibt es rund 600 verschiedene Bienenarten. Die allen bekannte Honigbiene ist nur eine davon. Bienen gehören zu den wichtigsten Bestäubern von Wild- und Nutzpflanzen und haben eine unverzichtbare Aufgabe in unserem Ökosystem. Leider sind die Wildbienen von Jahr zu Jahr seltener geworden. Die Bürgergemeinde Lohn hat deshalb einen Info-Punkt - neben dem Waldhaus - installiert. Dieser soll Anschauungsunterricht vermitteln und die Bevölkerung auffordern, mit Nisthilfen neue Lebensräume für Wildbienen zu schaffen.

Zu den Wildbienen zählen auch sämtliche Hummelarten. Gemeinsam mit den Hummeln sind Wildbienen zuverlässige Schlechtwetterbestäuber und fliegen früher und länger als die Honigbiene bei kühleren Temperaturen und vielfach sogar bei leichtem Regen. Doch mit den Veränderungen unserer Landschaft sind Nistplätze für Wildbienen seltener und die Bestände rückläufiger geworden.

Die meisten Wildbienen leben einsiedlerisch und werden deshalb auch als Solitärbienen bezeichnet. Sie bilden also keine Sozialstaaten wie die Honigbiene. Wildbienen sind sehr vielseitig bei der Wahl ihres Nistplatzes. Einige der Wildbienenarten nisten in der Erde, andere nagen ihre Gänge in Wände, und vor allem auch in Holz usw. Mit diesen Nisthilfen für Wildbienen und den vielen Informationen darüber, möchte die Bürgergemeinde Lohn - beim Eingang zum „Hubel“ - einen Beitrag zum Erhalt den vom Rückgang bedrohten Bestäubern leisten. Dieser Info-Punkt „Wildbienen“ wird von den Waldbesuchern als Informationsträger schon sehr intensiv begutachtet und geschätzt.