Ein kompakteres Weltklassebikemarathonrennen für jedermann an vier Tagen mit einem extra Trailfaktor gab es bisher noch nie. Das 2. B4P führte die ca. 900 Fahrer von Leogang über Lofer, Kirchberg, Neukirchen nach Kaprun über 273.45 Km und 9.212 Hm. Inmitten der Leoganger- und Loferer Steinberge, den Kitzbühler Alpen mit dem wilden Kaiser und den hohen Tauern wurden tolle Aufstiege und die härtesten und steilsten Trails dieser Region für dieses Rennen zusammengestellt. Und die beiden Fricktaler Ruedi und Gabriel mittendrin in der Kategorie Grand Masters (ü50), bei der 140 Fahrer an den Start gingen. Diesmal fuhren die Beiden aber nicht zusammen im Zweierteam, sondern als Einzelkämpfer. Es wurde von der ersten bis zur letzten Etappe sehr schnell und hart gefahren, was an die Substanz aller Fahrer ging. Da die meisten schweren und steilen Abfahrten am Schluss der einzelnen Etappen stattfanden, war höchste Konzentration bis ins Ziel angesagt. In den 4 Etappenzielen waren die 2 nie mehr als 5 Min. auseinander und immer innerhalb den Rängen 24 und 33 klassiert. Natürlich gab es auch ein paar heikle Momente und schwierige Stellen und Passagen während des Rennens. Gabriel konnte sich den Schönheitspreis mit seinen blutigen und aufgekratzten Beinen definitiv abschminken. Bei schönstem und sehr heissem Wetter feierten dann alle Teilnehmer bis tief in die Nacht in Kaprun ihre begehrten Finishertrikots. Hier gäbe es auch noch ein paar lustige Geschichten zu erzählen, aber lassen wir dies einfach so im Raume stehen.

Ruedi Senn beendete das Rennen auf dem ausgezeichneten 25. Rang in einer Zeit von 16:56.12,0 Stunden, direkt gefolgt von Gabriel Winter als 26. in einer Zeit von 16:59.49,7 Stunden. Also nicht einmal 4 Minuten Zeitdifferenz auf 4 Tage verteilt. Eine absolut unglaubliche Leistung, wenn man bedenkt, dass sie nie vorher miteinander trainiert hatten. Wiederum ist ein Kapitel Mountainbikesport abgeschlossen, aber die Eindrücke und Erlebnisse dieser letzten Tage werden die beiden Sportler immer in sich tragen. Vielen herzlichen Dank auch noch an Manuela Senn für die Begleitung und Unterstützung während dieses Anlasses.

Gabriel Winter