Unterkulm

Zivilschutz Wynental – Aufgefrischte Fähigkeiten für den Notfall

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Anfang September 2014 versammelten sich in Unterkulm 152 Angehörige der Zivilschutzorganisation Wynental, um im Wiederholungskurs ihre Fähigkeiten für den Notfall zu üben und aufzufrischen.

148 Männer und vier Frauen verliessen Anfang September für ein paar Tage ihren Alltag und tauchten stattdessen in einen Wiederholungskurs des Zivilschutzes ein. In diesem übten sie ihre Fähigkeiten, um bei einem Notfall die Bevölkerung schützen zu können. Führungsunterstützung, Schutz und Betreuung, Unterstützung sowie Logistik: Alle vier Bereiche der Zivilschutzorganisation Wynental frischten ihr Spezialistenwissen und -können auf.

Die Stabsassistenten der Führungsunterstützung erneuerten in vier Lernblöcken ihre Kenntnisse im Funken und Antennenbau, der Verarbeitung von Meldungen sowie der Darstellung der Lage auf der Schadenskarte. Zudem wurden sie in ein neues elektronisches System eingeführt, mit welchem Meldungen effizient verarbeitet werden können. In einem weiteren Block erlernten die Stabsassistenten das Verfassen einer Medienmitteilung, um im Ernstfall die Medienarbeit unterstützen zu können. Anschliessend an die Lernblöcke wurde mit einer Übung geprüft, ob die Abläufe beherrscht werden.

Die Betreuer standen im Alterszentrum Mittleres Wynental in Oberkulm im Einsatz. Im 24-Stunden-Betrieb, aufgeteilt in drei Schichten, unterstützten sie das Personal bei verschiedenen Aufgaben wie Betreuung und Pflege sowie Haus- und Küchendienst. Die Betreuer arbeiteten sehr motiviert und mit einer hohen Leistungsbereitschaft. Der Leiter des Alterszentrums, Jakob Faes, zum Einsatz: „Für uns ist es eine positive Begegnung. Wir finden den Einsatz eine gute Sache und sehen, dass wir im Notfall auf den Zivilschutz zählen können.“ Der Kulturgüterschutz, ein Unterbereich von Schutz und Betreuung, führte die Archivierung, Dokumentation und Inventarisierung der lokalhistorisch bedeutenden Kulturgüter des Dorfmuseums Gränichen weiter. Dabei wurden in zwei Tagen rund 170 Objekte fotografiert, kategorisiert und systematisch erfasst. Mit erstellten Einsatzplänen kann z.B. die Feuerwehr bei Hochwasser die wertvollsten Kulturgüter finden und vor Schaden bewahren.

Die Pioniere der Unterstützung setzten öffentliche Infrastrukturen an vier verschiedenen Standorten in Unter- und Oberkulm instand und trainierten dabei die Führung eines Schadenplatzes. Am Ehrebächli, Schattenweg und in der Tüele erneuerten und erweiterten die Pioniere Bachverbauungen. Beim Soodhüsli renovierten sie den Spielplatz. Dabei wurden ihre handwerklichen Fertigkeiten wie auch der sichere Umgang mit den Maschinen gefordert. Einige Pioniere absolvierten beim Förster einen Auffrischungskurs zur Kettensäge.

Die Logistik koordinierte sieben Fahrzeuge, um Material und Personal zu den verschiedenen Arbeitsplätzen zu bringen. Die Materialwarte kümmerten sich um den Unterhalt der Werkzeuge. Für das leibliche Wohl der Zivilschützer sorgte die Küchenmannschaft. Die Verkehrslenker leiteten übungshalber während vier Stunden den Verkehr auf zwei Kreuzungen in Unterkulm und Teufenthal.

Auch dieses Jahr wurde die Zivilschutzorganisation Wynental von freiwilligen, teilweise langjährigen Zivilschützerinnen unterstützt, vor allem im Bereich Schutz und Betreuung. Die engagierten Frauen finden den Schutz der Bevölkerung in Notlagen eine sinnvolle Tätigkeit. Die abwechslungsreichen Erfahrungen bei den Einsätzen und die gute Stimmung im Team sind für sie eine Bereicherung. Der Zivilschutz bietet ihnen interessante Weiterbildungen, z.B. zur Gruppenführerin oder Sanitäterin. Die Zivilschutzorganisation Wynental freut sich über weitere Interessentinnen und bittet diese, mit dem Kommandanten Hauptmann Gregor Müller Kontakt aufzunehmen.

Mit den Leistungen der Zivilschützer im Wiederholungskurs war das Kommando sehr zufrieden. Der Leiter des Wiederholungskurses, der stellvertretende Kommandant Oberleutnant Stefan Eichenberger, freut sich über die Gesamtbeurteilung: „Der Kurs zeigte, dass wir die über die letzten Jahre aufgebaute Arbeitsqualität halten und festigen konnten.“

Nächstes Jahr wird sich die Zivilschutzorganisation Wynental der Herausforderung eines Einsatzes abseits des vertrauten Gebiets stellen. Arbeitsort des Wiederholungskurses 2015 ist Grindelwald.

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