Der Schauspieler, Regisseur und Bühnenbildner Albert Freuler schöpfte vor einem gespannt zuhörenden Publikum aus seinem reichen Erinnerungsschatz. Seine Kindheit verbrachte der 1942 Geborene in Zürich im Milchbuck. Er hielt sich gerne auf dem Bauernhof Strickhof auf und später während der Sekundarschulzeit wohnte er in Ziegelbrücke auf einem Bauernhof, wo er mit anderen Jugendlichen 40 Stück Vieh betreute und einen Acker selbständig bestellen durfte.

Nach einer abgeschlossenen Bauzeichner-Lehre ging sein grösster Traum Schauspieler zu werden in Erfüllung, als er die Aufnahmeprüfung bestand in die Schauspielakademie Zürich. Am Schauspielhaus Zürich spielte er in mehreren kleineren Rollen und es folgten Engagements an verschiedenen deutschsprachigen Theatern. Dann gehörte er ab 1970 zwölf Jahre zum festen Ensemble der Theatertruppe „Die Claque“ in Baden. Anschliessend spielte er am Theater am Neumarkt in Zürich über mehrere Jahre.

Seit 1989 ist Freuler freischaffender Schauspieler mit Engangements in Deutschland und der Schweiz. Er spielte unter anderem im Freilichttheater im Kloster Muri, drei Mal in den Klosterspielen in Wettingen und 2013 im Steinbruch in Würenlos den Abt in „Die Teufelsuhr“ von Silja Walter. Er spielte in Filmen bei Xavier Koller, Kurt Gloor, Rolf Lyssy und Markus Imboden und in mehreren Schweizer-Tatorten. Im Radio wirkte er in zahlreichen Hörspielen mit. Sechs Jahre lang konnte man ihn jeden Donnerstag in der beliebten Radiosendung Memo-Träff von Hans Suter hören.

Für die TheaterGemeinschaft Würenlos ist zur Zeit eine neue Theaterinszenierung in Arbeit, in der Freuler die Regie führt. Die Première findet anfangs nächstes Jahr statt.

Über ein äusserst interessantes und vielseitiges Leben durfte der Schauspieler berichten und es war deutlich zu spüren, welche Erfüllung dieser Beruf ihm gibt.

                                                                                                             azi