Bereits zum 4. Mal war Müslen, die malerisch gelegene Aussengemeinde von Birmenstorf, am 27. Juli Schauplatz eines gepflegten und aufwändig gestalteten Volksfestes. Die Abkürzung aus Wurst und Durst hat sich eingebürgert und rundum bewährt, und einmal mehr stellte das rührige OK eine Festbeiz bereit, die den gut 250 Besuchern eine reiche Auswahl bot. Natürlich hatte auch Petrus ein Herz für die Müsler, steuerte er doch seinerseits den prächtigsten Tag und die wärmste, trockene und lange Nacht bei.

Einen Höhepunkt des Abends bildete das durch den Kulturkreis Birmenstorf beigesteuerte Theater Fleischundpappe, das mit seinem Stück "Schwein, Weib und Gesang" den rund 140 Zuschauern im praktisch vollen Festzelt eine Stunde lang beste Unterhaltung bot. Mittelpunkt im Einfrautheater, das im Dialog mit charakteristischen Tierfiguren stand, war der verliebte Eber Karl-Heinz, der auf der Suche nach einer geeigneten Partnerin alle möglichen Hürden gut gemeinter Ratschläge anderer Tiere zu überstehen hatte. Das war zuvor an der Schweizer Künstlerbörse mit dem Schweizerischen Theater-Innovationspreis ausgezeichnet worden. Dass es so gut ankam, lag nicht nur an der Seelenverwandschaft des Ebers Karl-heinz mit den Birmenstorfer Wildsäuen, sondern ganz eindeutig an der hohen Schauspielkunst der Interpretin Karin Bosshard.

Das aus naher Quelle stammende "Chilegässler Bier" von Rütihof, der Birmenstorfer Rebensaft und die exkusive Auswahl an Würsten bis hin zum "heissen Müsler", aber auch ein nicht enden wollendes Kuchenbuffet sorgten dafür, dass die Fest-Stimmung bis weit in die Nacht hinein erhalten blieb.

EB