Zu Beginn Ihres Referates vergleicht Petra Rohner das Vorgehen von Männern und Frauen beim Netzwerken. Ein gewichtiger Unterschied ist, dass Männder nicht das Gefühl haben, sie müssten für Verbindungen, die sie zusammenführen, Verantwortung übernehmen, während Frauen meinen, sie tragen auch da Verantwortung. Ausserdem nehmen Frauen oft ihre persönliche Erwartungshaltung mit in das Netzwerk hinein. Männer hingegen bauen auf gemeinsam Erlebtem auf, das ist Grund genug das Netzwerk zu pflegen – ganz wichtig natürlich das Militär.

Petra vergleicht ein Netzwerk mit einem Spinnen-Netz. In der Mitte am dichtesten und am tragfähigsten – dort ist die Familie, dort kann die Spinne sitzen, dort findet sie Halt. Aber die Nahrung kommt vom Rand, den dort fliegen die Insekten ins Netz.

Grundsätzlich ist die Verankerung eines starken Netzwerkes gemäss Petra in vier Gebieten zu finden:

  • Ausbildung und Beruf
  • Firma und Position
  • Freizeit / Sport und Vereine
  • Engagement und Kultur

Neu kommen als 5. Punkt die virtuellen Businessnetzwerke hinzu.

Frauen sollen sich in Frauennetzwerken engagieren – und dort von sich erzählen – von Änderungen in der eigenen Position / Ausrichtung – denn woher sollen die Anderen von diesen Änderungen wissen?!?

Branchenbezogene Netzwerke sind besonders wichtig, wenn eine berufliche Pause eingeschaltet wurde. Denn diese helfen auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

Es gibt zwei grosse virtuelle Business-Netzwerke: „Xing“ im DACH-Raum und „Linked-In“ im internationalen Raum. In diesen Neztwerken gibt es viele Expertengruppen. Dort angemeldet, kann „frau“ beobachten, was läuft, Fragen stellen, Antworten bekommen. Voraussetzung für alle virtuellen Netzwerke ist ein aussagekräftiges Profil (Foto, Lebenslauf, Interessen, Engagement, Aktivitäten im Netz, Kontakte – dies alles gehört zwingend dazu), denn nur so wird jemand im Netz auch gefunden.

Grundsätzlich sind Frauen zu wenig präsent. Sie leisten gute Arbeit und warten darauf, dass es jemand merkt. Männer kümmern sich schon vorher um ihre Wunschposition und bringen sich in die richtige Ausgangslage. Deshalb zum Schluss noch einmal die Aufforderung von Petra Rohner: Frauen, kommuniziert eure Veränderungen – nur so werdet ihr gehört! 

Vielen Dank, Petra, für die spannenden Ausführungen. Sicher wurden an diesem Abend verschiedene gute Vorsätze gefasst – schliesslich ist das Jahr noch jung!

Der nächste Anlass der BPW-Aarau ist am 11. Februar 2015. Wir freuen uns auf Besuch!

Katherine Ackermann, Co-Präsidentin, BPW-Aarau