Winterwanderung vom Uetliberg zum Albispass

Wanderbericht 23.01.2011

Einmal den Zürcher Hausberg nicht nur aus der Ferne zu betrachten, sondern auf der Albiskette zu wandern, dies lockte 43 Wanderfreudige. Bereits auf der Hinfahrt war der Orientierungssinn gefordert, um den Weg im morgendlichen Stossverkehr durch den Zürcher Hauptbahnhof zu finden. Während unten im Tal noch Dunst und Nebel lagen, dominierten strahlende Sonne und ein tiefblauer Hmmel bei Ankunft auf dem Uetliberg. Vorbei am mächtigen Sendeturm führte der Weg zur Annaburg, wo im Mittelalter eine trutzige Burg stand und bereits 1876 eine erste Gaststätte errichtet wurde. Das einst stolze Kur- und Berggasthaus Baldern ist seit einigen Jahren geschlossen und bietet einen eher trostlosen Anblick. Bis zur Mittagsrast galt es noch einige kritisch vereiste Stellen zu überwinden. Die Felsenegg ist nicht nur die Endstation der Luftseilbahn von Adliswil, sondern auch ein prächtiger Aussichtspunkt. Im dortigen Restaurant wurde ein köstliches Mittagessen eingenommen. Zum eigentlichen Höhepunkt wurde, vorbei an Tee- und Chnusperhüsli, die nachmittägliche Wanderung durch die frisch verschneite Winterlandschaft. Die schräg einfallende Sonne verzauberte Bäume und Sträucher in einen traumhaften Märchenwald. Dank einem flotten Marschtempo wurde das Endziel, die Albispasshöhe, etwas vorzeitig erreicht. Somit blieb noch Zeit, um die Aussicht zu geniessen und sich von der Sonne bräunen zu lassen. Auf einer eher ungewohnten Route ging es nach Hause. Vorerst wurde mit dem Postauto nach Kappel gefahren und von dort nach Affoltern am Albis. Dass hier alle den knappen Anschluss auf die S-Bahn schafften, gelang nur mittels der Blockade eines Trittbrettes. Leicht ermüdet von der vierstündigen Wanderung aber zufrieden über das Erlebte, wurde der Ausgangsbahnhoferreicht  (RK)

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