Würenlingen

Winterorientierungs-Versammlung der SVP Würenlingen

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Der Präsident der SVP Würenlingen konnte an ihrer Orientierungsversammlung über die Gemeindetraktanden eine Schar Parteimitglieder begrüssen. Bevor zur Behandlung der Gemeindetraktanden übergegangen wurde, informierte der Präsident über die kommende Abstimmung und verschiedene Projekte innerhalb der Partei.

Als Erstes wurden die Traktanden der Einwohnergemeinde-Versammlung besprochen. Die Traktanden 1 bis 5 gingen diskussionslos über Bühne. Erst das Traktandum 6 ‚Sanierung und Ausbau Endingerstrasse mit Trottoir zwischen Stumpen und Kirchweg‘ gab zu einiger Diskussion Anlass. Grundsätzlich wird das gesamte Konzept als nicht zu Ende gedachtes Flickwerk angesehen. Ein weiteres Indiz dafür ist die vor rund einem Jahr mit Steuergeldern der Gemeinde fertiggestellte Bushaltestelle Stumpen, die schon wieder umgebaut werden muss. Man ist sich bewusst, dass das Trottoir für die Sicherheit der Fussgänger, welche sich von der Neuüberbauung Stumpen Richtung Dorfzentrum (und umgekehrt) bewegen, wichtig ist. Dennoch empfindet eine Mehrheit der Versammlung dieses Projekt eine Zwängerei. Sie beschloss deshalb Stimmfreigabe.

Auch die ‚Erweiterung der Baurechtsfläche für das Kindergartenprovisorium‘ (Traktandum 7) gab zu reden. Der Gemeinderat wurde an der Gemeindeversammlung vom 21. November 2013 von einem versierten Stimmbürger darauf aufmerksam gemacht, dass die zur Verfügung stehende Fläche für das geplante Kindergartenprovisorium nicht ausreiche. Dies wurde vom Gemeinderat vehement in Abrede gestellt. Hinterher stellen man fest, dass sich der Einwand des Stimmbürgers als richtig herausstellte. Die SVP Würenlingen stellt sich ernsthaft die Frage: Sind unsere Gemeinderäte in Sachen Planungen überfordert?

Eine weitere Diskussion gab es auch beim Traktandum 8, welches den ‚Beitritt zur Trägergesellschaft Park InnovAARE‘ der Gemeinde Würenlingen als Mitaktionärin beantragt. Die Versammlung stellt fest, dass das Vorhaben ein rein privatwirtschaftliches Projekt ist, welches eigentlich nur die Standortgemeinde Villigen betrifft, da sämtliche Bauten auf deren Land geplant sind. Die Versammlung entschied sich gegen einen Beitritt und ist klar der Meinung, dass der Betrag von 30‘000.- sinnvoller in unsere eigene Gewerbe- und Arbeitsplatzinfrastrukturen investiert werden sollte.

Damit konnte das Augenmerk auf die Traktanden der Ortsbürgergemeinde-Versammlung gerichtet werden. Hier gab besonders das Traktandum 5 ‚Dorfschüür, Ausbau zum Kulturzentrum‘ zu heftigen Diskussionen Anlass. Gemäss Medienbericht in der Botschaft vom Mittwoch, 5. November, erhält man den Eindruck, dass die Planung auf Grund der Aussagen des Architekten Daniel Zehnder bereits weit fortgeschritten ist und mit einer Investition von mind. CHF 4,5 Mio. gerechnet wird. Die Versammlung ist der Ansicht, dass bevor weitere kostspielige Projekte in Angriff genommen werden, zuerst die seit mehreren Jahren als interessiert bekannten Mieter der neuen Formbetonhalle ihre Mietverträge unterzeichnen und sichtbar einziehen. Deshalb beschloss die Versammlung den Kredit abzulehnen um die Ortsbürgergemeinde nicht zu verschulden.

Damit war das Pulver verschossen und der Präsident konnte die Versammlung bereits um 22.15 Uhr schliessen. Als Überraschung offerierte Alt-Gemeinderat Joe Merki den Anwesenden Parteimitgliedern einen Apéro, welcher mit Applaus bedankt wurde. Beim anschliessenden gemütlichen Teil konnten noch viele anregende Gespräche geführt werden.

Die Parteileitung, Robert Frech

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