Vor drei Jahren hat der Wettinger Jahrgang 1941 mit einer legendären Dampfbahnfahrt auf der Furka-Bergstrecke den Schritt ins Pensionsalter gefeiert. Einem Wunsch aus den eigenen Reihen entsprechend, ist der bisherige Fünfjahres-Turnus der Zusammenkünfte verkürzt worden. Und so fanden sich denn rund drei Dutzend Teilnehmerinnen und Teilnehmer (einige zum Teil weit angereist) im Wettinger Sportzentrum Tägerhard schon nach drei Jahren wieder zusammen. Nach einem kleinen Frühschoppen gings mit einem Sonderkurs der RVBW auf eine rund zweistündige, begleitete Rundfahrt durch das alte und neue Wettingen. Alt-Gemeindeschreiber Karl Meier erwies sich dabei als kundiger Führer und überraschte mit geschichtlichen Informationen, die selbst eingefleischten Wettingern bisher noch nicht geläufig waren. Karl Meier schöpft bei seinen Exkursionen aus einem reichen Fundus, den er sich nicht zuletzt aus dem Gemeindearchiv angeeignet hat. Tagelang hat er dort in alten Protokollen und Dokumenten gestöbert. Die Tour führte nicht nur zu verschiedenen historischen Gebäuden und Schulhäusern, sondern unter anderem auch in die Damsau zum ehemaligen Spinnereiareal und zum alten Schlachthof. Einen längeren Halt machten die 41-er dann beim neuen Eduard Spörri Museum, wo vorübergehend Jahrgänger Walter Benz, Stiftungsrats-Vizepräsident dieser Institution, das Zepter übernahm und ein paar Erklärungen zum berühmten Wettinger Künstler abgab. Schliesslich kehrte der Extrabus ins Tägerhard zurück, wo die Küchenbrigade für den Service des Mittagessens bereitstand. Nach ein paar unbeschwerten Stunden und regem Gedankenaustausch löste sich die Gesellschaft gegen Abend auf. Auch wenn diesmal die Teilnehmerzahl beim 41er-Treff etwas zu wünschen übrig liess, war man sich in der Runde einig: «Fortsetzung soll folgen». Eine klare Aufmunterung an das OK, sich Gedanken zu machen und zum «Siebzigsten» des Jahrgangs 1941 wieder etwas Spezielles einfallen zu lassen. (ri.)