«Wir haben viel gearbeitet, um für euch ein tolles Fest vorzubereiten.», sagte die Präsidentin des Schülerrates der Bezirksschule Endingen Nele Tams an der Eröffnungsrede zum Schülerfest unter dem Motto Netflix.

Und tatsächlich haben die sechzehn Vertreterinnen und Vertreter der Klassen teilweise drei volle Mittwochnachmittage geopfert, um zu kleben, schneiden, basteln, aufzuhängen und Material zu besorgen. In vielen Sitzungen davor wurde intensive Denkarbeit geleistet, um am 9. Mai 2019 für die Schülerschaft ein attraktives Fest durchzuführen.

Der grosse Applaus war ein erster Dank der anderen Jugendlichen an den Schülerrat. Und toll war es, denn das Spiel- und Unterhaltungsangebot überzeugte. Die Kostümierungen der Anwesenden aus Netflix-Serien oder Filmklassikern waren eine wahre Augenweide.

So wurde vor dem Bobby Car-Rennen die Fliegerbrille zurechtgerückt und bei den Kahoot-Quizen hatten für einmal auch die Minions menschliche Stimmen. Das Escape-Quiz wurde von Arabern und Harry Pottern ebenso gelöst wie von Haus des Geldes-Angehörigen und den Cheerleaderinnen. Im Labyrinth schwitzte der Soldat Ryan im Militärmantel und die Ärztin aus Emergency Room kreischte vor Angst. Man warf Büchsen und betätigte sich auch in hohen Schuhen souverän im Tischfussball. Man verwandelte sich in Darsteller von Fack ju Göthe und spielte dramatische Szenen nach. Dank des grosszügigen Beitrags des Vereins Ehemaliger durfte jede Bohémienne und jeder Muskelprotz vom Fotoautomaten drei Bilder als Erinnerung heimnehmen.

Vorgängig hatten alle Schülerinnen und Schüler fünf Franken mitgebracht, damit am Fest jede und jeder nach Herzenslust Hotdogs, Sandwiches und Pizza essen durfte, was und soviel er wollte. Die mitgebrachten Kuchen, Torten und Kekse schmeckten ebenso. Die eigene Trinkflasche durfte immer wieder gefüllt werden und am Schluss war dies nicht nur ein Plus für die Umwelt, sondern auch für diejenigen, die das «Pops» aufräumten, denn Plastikscherben und ausgeleerten Becher gab es keine.

Die Disco in der Aula war den ganzen Abend gut besucht und nach der Prämierung der besten Verkleidungen mochte niemand gehen.

Zum letzten Song tanzte man im Riesenkreis und als dann noch ein begabter Sänger aus einer Abschlussklasse zum Mikrophon griff, sang die ganze Schule mit.

Die Lehrpersonen waren sich einig, die Atmosphäre hätte nicht besser sein können und die Schülerschaft hat einmal mehr bewiesen, dass sie nicht nur anspruchsvolle Denkleistungen erbringt und gute Noten schreibt, sondern auch beim Aufstellen und Abräumen anpacken kann und vor allem, dass sie ein grosses Talent hat, einen Schüleranlass in ein rauschendes Fest zu verwandeln. Oder um mit den Worten einer Festbesucherin zu schliessen: «Eifach Hammer isch das gsi!»