Wettingen

Was Schützen nützt und was Sparen kostet

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Was tun Fraktionsmitglieder des Einwohnerrats angesichts eines umfangreichen Inventars von sorgfältig dokumentierten schützenswerten Bauwerken in der Gemeinde? Sie stellen grundsätzliche Fragen und ringen um eine Stellungnahme, wobei schon mal zwei oder mehr Seelen in einer Brust wohnen können.
Kann eine zu strenge Unterschutzstellung notwendige (ökologische) Entwicklungen verhindern? Wie sinnvoll ist ein reiner Fassadenschutz? Müsste nicht die Instanz, welche Schutzmassnahmen anordnet, diese auch berappen? Wäre es nicht wichtiger, ein geeignetes Instrument zu haben, um «Tränen der Architektur» verhindern zu können, als die in Wettingen ohnehin raren Perlen zu schützen? Sind exemplarische baugeschichtliche Zeugnisse nicht selbstverständlich ein erhaltenswertes Kulturgut?Schliesslich stimmt eine Mehrheit der Fraktion der Teiländerung der Nutzungsplanung zu.

Die Totalrevision des Personalreglements für die Gemeinde Wettingen stösst in der Fraktion auf Zustimmung. Die geänderten gesetzlichen Grundlagen und die «Erfordernisse der Zeit» sind mit den Neuerungen berücksichtigt worden und kommen auch dem Personal zugute, dem die Gemeinde Sorge tragen muss.

Ebenso unterstützt die Fraktion auch die Vorstösse und Bemühungen zu den Themen Lärmbelästigungen und Littering, dies im Bewusstsein, dass entsprechende Massnahmen nicht gratis zu haben sind. Betreffs Littering hat die Gemeinde erfreulicherweise bereits einiges unternommen und weitere Aktionen sind geplant. Ganz nach bürgerlicher Manier appelliert die Fraktion aber auch an die Verantwortung der einzelnen, sei es im Verhalten selber als auch im notwendigen zivilcouragierten Eingreifen.

Selbstverständlich befürwortet die Fraktion auch eine Überprüfung, inwieweit Heizverbände auf der Basis erneuerbarer Energien gegründet und gefördert werden können, wie dies ein Postulat der FDP fordert.

Die gemeinderätliche Antwort auf die Interpellation betreffs aufgestautem baulichem Unterhaltsbedarf zeigt leider in erschreckender Weise, wohin eine kurzsichtige Sparpolitik führen kann. Es ist wahrlich keine neue Erkenntnis, dass aufgeschobene notwendige Massnahmen sehr teuer werden können. Der Bedarf ist erkannt, aber nun fehlen die Mittel. Für die Fraktion ein weiterer Hinweis, dass sie mit ihrer Finanzpolitik richtig lag und liegt.

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