Es begab sich vor nicht allzu langer Zeit, dass eine bunte Schar von  sieben Mitgliedern des Kirchenchors Lunkhofen per Bahn nach Biel reiste. Dort fanden sie mit gemeinsamer Anstrengung das Bähnli, das sie hinauf brachte nach Magglingen. Die Wolken am Himmel und eine Frische, Herbstwetter halt, konnten die gute Laune nicht trüben. Erst recht nicht, da Kafi mit Gipfeli auf dem Programm standen. Gestärkt ging es nun auf den Wanderweg durch eine sehr abwechslungsreiche Gegend, im Wald, auf Naturwegen. Dann wechselte die Gegend in Kuhweiden, die den nahen Jura erkennen liessen. Mal auf Natur-, mal auf geteertem Weg ging es Richtung Twannberg. Da war ein Stück des Weges zu reparieren. Das wurde besorgt von ein paar Männern, alt und jung, friedlich und fröhlich, im Frohndienst, wie es schien.

Das Restaurant Twannberg war vorgesehen für die erste Rast. Doch als sie zu den Gebäuden kamen liess der verwahrloste Spielplatz Böses erahnen. Ja tatsächlich, das Hotel Twannberg lotterte verlassen vor sich hin. Die Wanderung ging deshalb gleich weiter und am Waldrand angekommen zeigte sich die Sonne. Das lud ein zur Rast am Wegrand. Wie das so ist hatten ja alle etwas dabei zur Stärkung und das wurde zusammengelegt und verputzt. Gestärkt ging es nun noch eine Viertelstunde weiter bis zum Eingang zur Twannbachschlucht. Dort steht einsam ein Restaurant, das Wunderbares anzubieten hat. Es wurde also beschlossen, da Halt zu machen. Gleich nach dem Eingang gelangt der Besucher in eine Welt des Schmucks aus Stein; Fingerringe, Halsketten, Ohrringe etc, schön ausgestellt auf Tischen und in Regalen und verlockend zum Kauf angeboten. Doch ein paar Schritte weiter, und dann wechselt es in kunstvoll gefertigte Waren der Glasbläserei. Doch das Ziel war ja der Apéro und das Zwischendurch-Fleisch-Käseplättli. Auch dieses war hergerichtet, dass es eine Freude war. 

Derart gestärkt, der Wanderleiter wurde sogar beschenkt mit seinem Wunsch, einem Kerzenlichtlein aus Glas, ging es nun hinein in die Twannbachschlucht. Die ist imposant anzusehen mit ihrem Bachbett, in dem sich riesige Steine abgelagert haben. Den Rand der Schlucht säumen eindrückliche Felsformationen. Es war beeindruckend, diesen spannenden Ort zu durchwandern. Am Ende der Schlucht öffnete sich der Blick auf den sonnenbeschienenen Bielersee. Twann lag nun nah, schon sichtbar, gelegen am Fuss von Rebbergen. Nun war es an der Zeit für das Dessert, denn ein gescheiter Mittagshunger war nicht mehr vorhanden. Auf der Sonnenterrasse genoss die Schar die wärmenden Sonnenstrahlen. Dann ging es auf's Schiff, das alle nach Biel zurück brachte. Die Reise ging heimwärts im Zug, und in Birmensdorf gab es den Abend-Essenshalt bei Pizza oder Risotto. Sehr freundlich wurde die Schar bedient und das feine Esssen war eine Freude. 

Derart gestärkt langten alle kurz danach wieder glücklich daheim an. 

Oberlunkhofen, 06.10.2018, Ch. Zünd