Zur Wanderung Bisisthal Sali-Firnerloch-Glattalp standen in der Früh die Naturfreunde bereit zur Abfahrt am Bahnhof Sins. Trotz unsicheren Witterungsverhältnissen entschied man sich „to go“, was genau die richtige Entscheidung war.

Die Wetterfrösche hatten im Radarbild vorher mitgeteilt, dass kein Niederschlag zu erwarten war. Goldrichtig! Von der Talstation der „Glattalpbahn“ auf 1‘145m.ü.M, ging es los in Richtung „Gwalpeten“ zu einer bewirtschaftete Alp auf 1‘522m.ü.M. Nach den schnellen 400 Höhenmetern stand allen der Schweiss auf der Stirne. Die Wolken lichteten sich und der Blick in die Umgebung war frei. Es wurde jetzt steiler und im feuchten Wolkenmeer etwas rutschiger bis zum Einstieg in den Karst beim Bockalpli. Nach den wunderschönen Alpwiesen mit blühenden Blumenmeer ist unvorstellbar. wie schön und bizarr auch diese von der Natur gestaltete Steinlandschaft sein kann. Sie zeichnet sich durch riesige, vom Wasser gesprengte Steinplatten mit Spalten aus, wie im Gletschereis. Die Oberfläche ist sehr rau und scharfkantig. Das versickernde Wasser gestaltet im Untergrund Höhlen wie zum Beispiel das Höllloch. Nach sechs Stunden konzentriert im unwegsamen Gelände und dichten Nebel unterwegs, da kam die SAC-Hütte gerade recht. Gestärkt mit Kaffee mit Kuchen, brachte Glattalpbahn die Naturfreunde in wenigen Minuten ins Tal hinunter.

Bericht und Bilder Jens Howoldt