Dieses Jahr nach 40 Jahren wurden das erste Mal die Europawandertage wieder in Schweden durchgeführt. Der Wanderclub aus Lundsbrunn (eine Gemeinde Götenes) mit dem Geh- und Wanderförderverbandes Schweden war Federführend dieser Tage. Eröffnet wurden diese Tage am Freitagabend durch einen Formationstanz der Majoretten eines Vereins von Lidköping. Wie es für Schweden gehört wurde ein Tanz mit einem Stück von ABBA begleitet. Die Eröffnungsansprache teilten sich die Bürgermeisterin Götenes ;Åsa Karlsson , den Vice-Präsidenten Geh- und Wanderförderverbandes Schweden; Börje Hansson und den Europa Präsidenten EVG Herrmann Brozat. Am grössten See (Vänernsee) in Hällekis war der Start und das Ziel der verschiedenen Strecken. Hällekis gehört der Kommune Götene mit insgesamt 13000 Einwohnern an.  Die nächst grössere Stadt ist Lidköping ungefähr 150km nördlich von Göteborg. Der See  umfasst 50km Ufer. Parallel zum Seeufer zieht sich der Tafelberg Kinnekulle, der zwischen dem See und einer fruchtbaren Ebene im Landesinneren liegt. Am Berg Kinnekulle gibt es mehrere Steinbrüche, die heute teilweise stillgelegt sind. Das Gebiet des Kinnekulle ist altes Kulturgebiet mit einer Reihe von Zeugnissen vor allem aus dem Mittelalter. Die 4 Wanderstrecken 7- 42 km verliefen am und um den Kinnekulle. Führten die Wege an zahlreichen kleine Seen an alten Kirchen, Gutshöfen und Landwirt-schaftsbetrieben vorbei. Mit 6 Nationen mit über 40 Vereinen wurden 892 Teilnahmen gezählt. Die Buchser Wanderfreunde waren mit 5 Mitgliedern ebenfalls vertreten. Mit total gelaufenen 308 km erreichten Sie den 16. Rang aller teilnehmenden Vereinen.   Die Verpflegungen an den Zwischenposten waren gut, diese immer  in guten Abständen und die Strecken immer sehr gut markiert. Leider meinte es Petrus mit uns nicht so gut. Am Samstag regnete es immer wieder mal stärker, mal weniger. Dadurch weichte sich der Boden auf und die Wege mit Wurzeln und Steine wurden glitschig. Für die  Läufern die nicht so gut zu Fuss waren,  änderten am Folgetag die Veranstalter die kleine Strecke, so dass diese ohne Probleme bewältigt werden konnte. Um gemeinsam sich Länderübergreifend zu Unterhalten ist am Samstagabend der traditionelle Bunte Abend. Bei diesem konnte man sich an einem Buffet  mit verschiedenen Leckereien eindecken. Unter-halten wurde man von einer Breakdance gruppe sowie von einem Alleinunterhalter. Am Sonntag wurde das Wetter wieder besser, so konnte auch besser gelaufen werden. Hervor-ragend war, das alle Strecken 95% Naturboden und fast keinen Asphalt aufwiesen und keine Strassen benutzt, die stark von Autos oder Lastwagen befahren waren. So konnte sich der Wanderer der so schönen Natur in Schweden geniessen. Man traf auch sehr viele Rehe und andere Tiere an, die man so in der Schweiz in der Menge in der freien Natur nicht antrifft. Nur Elche, die hat man vergebens gesucht, ist Schweden doch eines der Länder in dem er beheimatet ist. Für die meisten war der Aufenthalt das erste Mal in dem Land und konnten dadurch sehr viele und sehr schöne Eindrücke mit nach Hause nehmen, die man nicht missen will. Als letzter Höhepunkt wurden am späten Sonntagnachmittag die Gruppen ausgezeichnet, und somit waren die Wandertage wiedermal Geschichte.