Fühlen, Sehen, Hören, Schmecken – am Waldspielnachmittag des Landfrauenvereins konnten die Freienwiler Kinder am Mittwoch mit allen Sinnen den Wald erleben und entdecken.

Eifrig ziehen die Kinder ihre Schuhe und Socken aus und betreten den Barfussweg. Vorsichtig setzen sie einen Fuss vor den andern. Zuerst in den Sand, dann geht’s über (weiche) Tannzapfen, im nächsten Abschnitt liegen kleine Tannenzweige, es folgen Kieselsteine, Blätter und Gras sowie Erde. Wie fühlen sich die unterschiedlichen Materialien an? Was ist angenehm, was piekst vielleicht? Die wechselnden Unterlagen sorgen für Spannung und Spass. Am Ende des kleinen «Fühl-Parcours» schnell noch über den lustig bemalten Plastik-Ball klettern und dann in einem Waschbecken die Füsse baden: Die rund 40 Kinder haben riesig den Plausch in ihrem selbst gebauten Barfussweg. Das Material dazu haben sie vorgängig in Eimerchen im Wald gesammelt.

Sehen: Farbige Steine

Der traditionelle Waldspielnachmittag des Landfrauenvereins stand dieses Jahr unter dem Motto: «Den Wald mit allen Sinnen erleben und entdecken». Bereits auf dem Fussmarsch vom Parkplatz Cholhufe in die Waldhütte hinauf steht das «Sehen» im Mittelpunkt: Unterwegs müssen die Kinder farbig verpackte oder mit Insektenbildern versehene Steine suchen, die die Landfrauen versteckt haben. Bei Halbzeit des Weges kann man sich mit Sirup und Grissini stärken. Wer bei der Ankunft oben die Farben und Insekten der Steine richtig nennen kann, erhält ein Bonbon – und darf durch das Efeu-geschmückte Tor das Waldhüttengelände betreten.

Hören: Selbstgebautes Klangmobile

Dort wartet bereits die «Hör-Station»: Unterwegs gesammelte Stecken und Tannzapfen werden an Schnüren angebunden, die zwischen den Bäumen gespannt sind. Fährt man mit einem Stecken über die verschiedenen Teile, kann man bei genauem Hinhören viele unterschiedliche Töne erkennen.

Auch das «Sehen» ist hier oben nochmal Thema: Riesige Seifenblasen sorgen vor allem bei den Kleineren für ganz grosse Augen. Der grösste Hit bei Mädchen und Buben ist jedoch die Schmink-Ecke, wo bunte Stifte zum Bemalen der Gesichter und ein Spiegel bereit stehen. Schmetterlinge, Herzli, Schnurrbärte, Sternchen und gar Salamander werden eifrig auf Gesichter und Arme gekritzelt. Und so manches Mami muss für ihren kreativen Nachwuchs ebenfalls die Wange herhalten.

Schmecken: Bratwürste und Glacé

Sehen, Hören, Fühlen – fehlt nur noch das «Schmecken»! Zum Zvieri können auf dem Grill die selbstmitgebrachte Würste und Brot gebraten werden. Zum krönenden Abschluss spendieren die Landfrauen allen Kindern noch ein mit bunten Kügelchen dekoriertes Vanille-Glacé im Plastikbecher. Die Eltern können sich bei Kaffee und Tee unterhalten, während die Kinder noch einmal im Wald oder auf der Wiese herumtoben. Ab 17 Uhr macht sich der ganze Tross auf den Weg ins Dorf hinunter. Mit vielen Eindrücken im Gepäck. Ein wahrlich «sinn-voller» Nachmittag im Wald geht zu Ende.