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WaDe-Club-Wanderung Guggershörnli Röschtigraben

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An der wilden Sense im Röschtigraben

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An der wilden Sense im Röschtigraben

Man kann eine Wanderung noch so genau planen, rekognoszieren, abmarschieren – es kommt immer ein wenig anders als vorgesehen. Schon beim Zugswechsel in Olten verlor man vier Personen aus den Augen, weil sie es durch das Menschengewühl nicht schafften, den Zug nach Bern zu erreichen. Einmal mehr stellte man fest, dass es für eine Reisegruppe mit Gepäck unmöglich ist, innerhalb dreier Minuten das Perron zu wechseln und den hintersten reservierten Wagen zu erreichen. Das kleine Malheur löste aber eine Kettenreaktion aus. In Bern wartete man auf die Nachzügler. Allerdings fuhr inzwischen der Zug nach Schwarzenburg ab und dort natürlich auch der Postbus. Dadurch war die Gruppe zeitlich blockiert. Dank einem grosszügigen Postchauffeur kam das Tagesprogramm wieder ins Lot; er brachte nämlich die Seenger Wanderer spontan per Extrafahrt nach Guggisberg – und dies ohne Nachzahlung!

Nun waren die WaDe-Clübler erst recht voller Tatendrang, erstiegen das Guggershörnli in Rekordzeit, genossen oben auf der Plattform die Rundsicht und trugen sich ins Gipfelbuch ein, bevor sie den Abstieg nach Guggisberg in Angriff nahmen. Dann ging es stetig abwärts durch Wald und Wiesen in mehreren Kehren, an einzelnen Gehöften vorbei auf die in dieser Gegend einzige Brücke zu – die Guggersbachbrügg – über die Sense. Wenn man vom Röschtigraben spricht, meint man die Sense, den wilden Fluss aus dem Gantrischgebiet, der die Grenze zwischen Bern und Fribourg bildet, also zwischen Deutsch und Welsch. Die Wanderung durch das Schwemmgebiet der Sense und der Aufstieg nach Plaffeien, wo die Gruppe ihre Unterkunft hatte, waren auch vom Wetter her recht angenehm. Für den folgenden Tag musste man mit Dauerregen rechnen, der dann auch tatsächlich eintraf. Auf die Wanderung vom Schwarzsee über den Euschelpass nach Jaun musste die Gruppe verzichten. In Anbetracht der unsicheren Wetterlage hatte man sich schon vorher mit einem Plan B befasst. Diesen setzte man in die Tat um, liess sich per Postbus nach Fribourg chauffieren, machte dort trotz Regen einen Stadtbummel und trat die Heimreise früher als geplant an.

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