Oberentfelden

VSCI-Podiumsdiskussion Burnout rüttelte auf

megaphoneaus OberentfeldenOberentfelden
burn-out-03.jpg

burn-out-03.jpg

Am Donnerstag, 7. November 2013, führte die Sektion Aargau des VSCI (Schweizerischer Carrosserieverband) in Oberentfelden die Podiumsdiskussion „Burnout“ durch. Rund 200 Gäste erhielten einen eindrücklichen Einblick über eine Krankheit, die immer mehr Menschen betrifft.

Moderator Marcel Hähni von Radio SRF 1 schaffte es, den Podiumsteilnehmern viele wertvolle Informationen zu entlocken. Eine akut betroffene Patientin schilderte eindrücklich, wie sie ins Burnout hineingeriet, wie sie sich Zurzeit fühlt und welches ihre Zukunftspläne sind. Die Fachleute, Dr. med. Dieter Kissling ifa Baden, und Dr. med. Hans-Jürg Pfisterer, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, machten die Gäste auf Anzeichen einer mögliche Burnout Erkrankung aufmerksam.

Ernst zu nehmende Zeichen

Andauernde Schlafstörungen, Lustlosigkeit, fehlender Antrieb, sinkende Toleranz sowie Alkohol- und Suchtprobleme sind deutliche Zeichen. Klare Botschaften des Körpers, welche die Betroffenen meistens nicht wahrnehmen oder wahrhaben wollen, bis es zu spät ist. Wer dauernd im Hamsterrad rennt, seine eigenen Bedürfnisse zurückstellt, mit Perfektionismus permanent seine eigenen Leistungsgrenzen überschreitet und soziale Kontakte abbaut, ist gefährdet.

Jeden kann es treffen

Nach der Diskussion war allen klar, dass Burnout eine schlimme Erkrankung ist und dass es jeden und jede treffen kann. In den meisten Fällen ist sie heilbar - doch nur die wenigsten finden ohne professionelle Hilfe zurück in den Alltag. Durch kompetente Beratung ist eine Wiedereingliederung im Berufsleben möglich. Viele entscheiden sich dann, einen neuen beruflichen Weg zu gehen.

Rechtzeitig vorbeugen

Gute Mittel, um einer Burnout-Erkrankung vorzubeugen, sind genügend Erholung, Ruhepausen, die Pflege von sozialen Kontakten und die Minimierung von Belastungen. Wer in der Arbeit immer absolut perfekt sein will, sollte Lösungen suchen, wie er seinen Job mit weniger Aufwand und weniger Arbeitsstunden erledigen kann.

Unternehmer müssen rechtzeitig reagieren

Podiumsgast Nationalrat Ueli Giezendanner hat seine eigenen Rezepte, wie er schon gar nicht erst Anzeichen eines Burnouts erhält. Er macht Spaziergänge im Wald und sucht rechtzeitig den Rat von Spezialisten. Für ihn als Unternehmer ist es wichtig, dass Firmenchefs erste Anzeichen bei Mitarbeitern direkt ansprechen, damit diese nicht an einem Burnout erkranken.

VSCI Sektion Aargau hat eindrücklichen Anlass durchgeführt

Präsident Felix Wyss war mit dem Abend mehr als zufrieden: „Ich bin stolz, dass so viele Berufskollegen, Experten und weitere Gäste an diesem Event teilgenommen haben, um sich zu informieren, von den Beispielen zu lernen und eventuell Anpassungen an ihrem eigenen Leben machen.“ Der Präsident dankte allen Sponsoren und Partnern, die diesen eindrücklichen Abend in den Räumlichkeiten der Gräub Autocenter AG in Oberentfelden ermöglicht hatten. Beim abschliessenden Apéro riche beantworteten die Podiumsteilnehmer individuelle Fragen der Gäste.

Chris Regez

Meistgesehen

Artboard 1