Am Dienstagabend 11. Dezember fand in der St. Georg-Kirche in Unterendingen ein Adventssingen der Primarschüler beider Schulstandorte Endingens statt.

Eine halbe Stunde vor dem Anlass vernahm man schon von weit her Kindergeschrei. Letzte, ausgelassene Bewegungen vor dem langen Sitzen und Stehen…

Eine viertel Stunde vor Beginn strömten die Menschen ins grosse Schiff hinein und füllten es fast bis auf den letzten Platz! Eine Klangwolke wie im Hallenbad zog sich durch das ganze Haus.
Noch zehn Minuten bis zum Auftritt. Die Mittelstufenschüler- und -schülerinnen stellten sich in Chorformation auf. Erste, zaghafte ‹Pschscht›-Geräusche waren zu vernehmen.
Punkt halb sieben stimmten die beiden Chorleiterinnen Marianne Schindelholz und Franziska Marques das erste Lied an, einen Afro-Kanon. Feine Stimmen vibrierten rhythmisch im Raum.
Von nun an wurde es Englisch: Von ‹to make a change›, ‹to take›, ‹my destiny› war der Gesang. Langanhaltende Ovationen des Publikums belohnten jedes Stück.
Dann kam plötzlich Bewegung in die Bänke! Die jungen Schüler und Schülerinnen, welche mit ihren Lehrern und Lehrerinnen in den vorderen Reihen Platz genommen hatten, standen auf die Bänke, drehten sich keck den Hinterbänklern zu und sangen zusammen mit den Grossen aus voller Kehle ein Stück von Sternen, die alle einen Namen tragen und welche alle ihren Platz haben und sie sangen das gleiche Lied nahtlos grad noch einmal mit der gleichen Inbrunst, ersetzten dann ganz einfach die Sterne durch Menschen! Die Kleineren schwenkten dazu ihre schön silbern glitzernden Sterne hin und her. Welch stimmig-,sinnig-, sinnliches Bild!
Nach dem kurzen, doch umso schöneren Konzert gab es vor der Kirche für alle Interessierten noch Selbstgebasteltes und Selbstgebackenes, in der Hoffnung auf eine Spende zu Gunsten des Unicef-Kinderhilfswerkes und zum Gedenken an unsere im Sommer verstorbene Lehrerin Priska Hitz, mit auf den Weg nach Hause.
Der Schreibende möchte hiermit allen Beteiligten und OrganisatorInnen dieses einfach schönen, hellen Momentes in dieser eher düsteren Zeit, ein grosses Dankeschön schenken! (Erich Haller)