Unterhaltsame GV beim Wildpark Roggenhausen

Zum letzten Mal führte mit viel Witz und unterhaltsam Silvio Bircher durch die  GV des Wildparks Roggenhausen. Ebenso witzig war dann die Verabschiedung durch Wildparkleiter Christoph Fischer, der einige Höhepunkte und Parkverbesserungen der gemeinsam erlebten 14 Jahre zum Besten gab. Mit Bircher sei es immer spannend gewesen: Straffe, beladene Sitzungen ohne Sitzungsgeld, dafür ein geselliges offeriertes Nachtessen. Fischer übergab dem abtretenden Präsidenten  eine im Aarauer Forst gezimmerte Holzbank, die Bircher unter grossem Applaus dem Roggenhausen schenkte. Er sei keine „ruhende Person, und hier soll sie allen Wildparkbesuchern zur Verfügung stehen.“ Auch der abtretende langjährige Vizeammann Carlo Mettauer lobte die Arbeit im Roggenhausen und kramte in Erinnerungen.  

Als Ersatz für Mettauer schlug der Stadtrat von Aarau Rechtsanwalt Werner Schib vor. Für Frau Eva Kuhn, welche das Ressort Tierpatenschaft innehatte, konnte mit Hans Peter Hungerbühler ein Kenner des Roggenhausen vorgeschlagen werden. Die beiden neuen Vorstandsmitglieder wie auch der neue Präsident, Vorstandsmitglied Peter Heuberger, wurden mit grossem Applaus gewählt. In seiner Dankensrede erwähnte der Nachfolger von Silvio Bircher, dass er alles daran setze, dass das Roggenhausen weder ein Zoo noch ein Rummelplatz werde. Carlo Mettauer, der seit 2006 als Vertreter der Stadt Aarau im Vorstand Einsitz hatte sowie der abtretende, umsichtige Präsident Silvio Bircher, der das Ruder seit 14 Jahren in der geschickten Hand hatte, wurden mit tosendem Applaus die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Als Andenken durfte Mettauer ein Hirschgeweih mit Schädel im Empfang nehmen.

Mit Kurzinterviews, geführt durch den Präsidenten Silvio Bircher, erfuhren die Vereinsmitglieder, was es spezielles im vergangenen Jahr gegeben hatte und im neuen Vereinsjahr geplant ist. Als erste Gemeinde trat 2002 Suhr dem Verein bei. Beat Rüetschi als Präsident der Gemeindeammänner des Bezirks Aarau betonte zu Recht: "Wenn es das Roggenhausen nicht gäbe, müsste man es erfinden". Wildparkleiter Christoph Fischer durfte von einem ruhigen 2013 berichten. Für das laufende Jahr ist ein neues Kaninchengehege und das Ersetzten der Futterautomaten geplant. "2013 war gut mit Geburten gesegnet" verkündete Stolz der Wildparkangestellte Ruedi Lindenmann. Als Problem meldete er das Parasitenmanagement. Bei schlechtem Wetter wurde der Tierpatentag durchgeführt. Die Verantwortliche, Alessandra Hug erwähnte, dass an diesem Event die Ponys im Mittelpunkt standen. Die Angestellte des Roggi schaltete neu den Facebook-Auftritt auf und betreut ihn auch.

Die lebendig gestaltete GV wurde aufgelockert durch Alphornklänge von Hansruedi Berner und ein gehaltsvolles Grusswort dere Aarauer Stadtpräsidentin Jolande Urech. Vor allem via die Finanzen seien die Stadt und das „Roggi“ eng miteinander verbunden.  Yolanda Urech, Stadtpräsidentin von Aarau hatte für ihre Bergrüssungsansprache tüchtig in den Geschichtsbüchern gekramt und die anwesenden Besucherinnen und Besucher konnten viel von früher über das Roggenhausen erfahren. Vor allem in finanzieller Hinsicht war seit jeher das lauschige "Roggi" eng mit der Stadt Aarau verbunden. Auch nach 100 Jahren bietet das Naherholungsgebiet der Stadt Aarau und der Umgebung alles, war das Herz der grossen und kleinen Besucher begehrt.  Zum Schluss ihrer Rede dankte die höchste Aarauerin im Namen des Stadtrates dem abtretenden Präsidenten Silvio Bircher für seine grosse Arbeit. Die Kennerin des schönsten Hirschparkes der Schweiz durfte einen echten "Hirschhorn", resp. ein Teil eines Hirschgeweihes in Empfang nehmen.