Endingen

Von Sagengestalten und Klangwelten

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25 Männerriegler reisten am 13./14. September auf dem 2-tägigen Vereinsausflug ins Toggenburg.

ENDINGEN (db) - Nachdem der Metzger noch 3 Säcke Wienerli fürs z'Nüni spendierte, bestieg die muntere Schar das Postauto nach Baden. Nach 5 mal umsteigen erreichte man dann Starkenbach im Toggenburg, wo die Gruppe von leichtem Nieselregen begrüsst wurde.

Manch einer erschrak, als er die Seilbahn erblickte: eine offene Holzkiste an Stahlseilen! Die 1955 erbaute und 1986 erneuerte und für den Personentransport umgebaute Seilbahn Selun überwindet in 10 Minuten Fahrzeit 700 Höhenmeter. Die Gondeln sind eine einfache, offene Konstruktion und haben Sitze für max. 4 Erwachsene + 2 Kinder oder 400 kg. Die Fahrt ist ein rechtes Erlebnis und bietet eine prächtige Aussicht auf das Obertoggenburg! Da sich die Männerriegler eher an den 400 kg Maximallast orientieren mussten, dauerte der Transport rund eine Stunde. Oben angekommen traf man sich im Restaurant Wildmannli wieder, wo ein vom Verein offerierter Imbiss eingenommen wurde. Jeder bekam ein Stück Schlurzifladen - eine Spezialität aus dem Toggenburg. Der Regen hatte inzwischen ganz aufgehört, und so beschloss die Elitegruppe den westlichsten Gipfel der Churfirsten , den Selun, zu besteigen. Infolge des vom Regen aufgeweichten Wanderweges geriet die Besteigung zur Rutschpartie. Schlammige Hosen und ein spektakulärer Sturz mit Rolle vorwärts waren die Folgen. Oben angekommen genoss man den mitgetragenen Gipfelwein und verewigte sich im Gipfelbuch. Die Wolken hatten sich leider noch nicht verzogen, aber man erahnte, welch prächtige Aussicht man von hier haben könnte.

Der Rest der Truppe wanderte direkt auf dem Sagenweg nach der Alp Sellamatt. Unterwegs wurden lokale Sagen auf grossen Infotafeln vorgestellt. Matthias und Beni outeten sich als talentierte Märli-Erzähler indem sie die Sagen präsentierten. Rund um die Alp Sellamatt fand ein nationaler Orientierungslauf statt, an dem die gesamte Schweizer Elite am Start war. So konnte man beispielsweise die mehrfache Weltmeisterin Simone Niggli oder die Skilegende Peter Müller bestaunen. Aus Respekt vor den schnellen Läufern mied man die schmalen Wanderwege. Zum Nachtessen trafen sich die beiden Gruppen wieder auf der Sellamatt, wo auch im Doppelzimmer übernachtet wurde. Die Wolken hatten sich inzwischen verzogen, und man genoss die schöne Aussicht auf den Säntis. Nach dem feinen Nachtessen, angeregten Diskussionen und dem traditionellen Jass ging man müde zu Bett.

Am nächsten Morgen begrüsste dann strahlend blauer Himmel die Männerriegler zum Frühstück. Gemeinsam wanderte man anschliessend auf dem Toggenburger Klangweg Richtung Wildhaus. Man bestaunte die originellen Konstruktionen, denen man die unterschiedlichsten Klänge entlocken konnte. Natürlich viele grosse und kleine Glocken, aber auch den Velohelikopter, bei dem - je nachdem wie fest man in die Pedalen trat - der oben drehende Schlauch zu Pfeifen begann. Das Mittagessen wurde oberhalb der Sesselbahnstation Oberdorf eingenommen. Infolge des nassen Wetters am Samstag hatten die meisten ihren Rucksack noch mit Picknick gefüllt. Vom Oberdorf wurde dann noch der Abstieg nach Wildhaus in Angriff genommen. Natürlich wurde am Sonntag auch Schweizer Wirtschaftskunde betrieben. Die Restaurants in Iltios, Oberdorf und Wildhaus luden zum Tranke ein. Mit Postauto und Zug ging's dann wieder nach Endingen ins Restaurant Post, wo traditionell das Weekend ausklingt. Das von Marcel erstellte Video findet man unter https://vimeo.com/106374624. Besten Dank an die Reiseleiter Bruno und Niklaus, wir sind nächstes Jahr wieder mit dabei.

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