Das traditionelle Frühlingssingen wurde dieses Jahr einmal anders gestaltet. Die Schule Freienwil stellte ihre Projekte und Werke aus. Was für eine Vielfalt!

Klar: Gesungen wurde am Frühlingssingen am Dienstagabend auch. Drei Sechstklässler performten zum Auftakt mit der Schul-Band zwei Songs, und der Gesamtchor (Kindergarten bis 6. Klasse) trug auf der Balustrade ein fröhliches Frühlingslied vor. Doch danach scherte der traditionelle Frühlingsanlass der Schule Freienwil aus dem gewohnten Rahmen aus. Statt des üblichen «Konzertabends» hatten die Beteiligten schon seit dem Vormittag klassenweise ihre Ausstellungen vorbereitet.

«Sie dürfen schauen, staunen – und Ihren Kindern auf die Schulter klopfen», forderte Schulleiterin Irene Niederhauser die Gäste der über 100 Kinder auf. Dann schickte sie die Eltern, Göttis und Grossmütter auf einen Rundgang durch die Turnhalle. Eifrig und stolz demonstrierten dort die Kinder, was sie in den letzten Wochen in der Schule gebastelt, geschrieben und gestaltet hatten. Immer wieder war zu hören: «Mami und Papi, lueged emol: Das han ICH gmacht!»

Und die Eltern staunten! Über die fantasievollen Basteleien der Kindergärtner, die Fortschritte der ABC-Schützen, spannende und kreative Projekte der 2./3. und 4./5. Klasse bis hin zu den selbstgemachten Retro-UKW-Radios der Sechstklässler und den Erzeugnissen im Textilen Werken. Was für eine Vielfalt! In der Schule wird längst nicht nur gerechnet und geschrieben. «Die Kinder lernen viel bei uns», so Schulleiterin Niederhauser.

Die Lehrer schätzten es ebenfalls, in ungezwungener Atmosphäre mit den Eltern zu schwatzen. «Dieser Dialog kommt sonst - ausserhalb der Elterngespräche - oft zu kurz», sagte eine Lehrerin. Die Eltern ihrerseits hatten so die Möglichkeit, nicht nur einen besseren Einblick in den Schulalltag ihrer eigenen Kinder zu bekommen. Auch die Projekte der anderen Klassen stiessen bei vielen auf reges Interesse.

An einigen Ständen waren die Besucherinnen und Besucher auch selbst gefordert. Sei es beim Mal-Rechnen auf Zeit, beim Schätzen der Goldmünzen in der Piraten-Schatztruhe, oder beim Erfinden eines eigenen Märchens im Bereich der 2./3. Klasse. Stets unter «strenger» Beobachtung des eigenen Nachwuchses: «Ob es Mami und Papi wohl genauso gut machen wie ich?»