Carmen Hess (Flöte), Ilona Naumova (Violine) und Anna Katharina Trauffer, Violoncello, stellen die Trio-Formation des Ensembles dar, das sich vor etwa zehn Jahren zusammengefunden hat und auch in anderen Zusammensetzungen als Duo, Quartett oder Sextett auftritt.
Das Konzert begann mit dem viersätzigen Londoner Trio Nr. 1, in der klassischen Besetzung, gefolgt von den drei Sätzen der Wiener Serenade Nr. 1 von W. A. Mozart.
So richtig Stimmung kam dann auf, als nach dem Vortrag von Air von J. S. Bach, in dem stellenweise sehr schön die Violine zum Vorschein kam, die vom gleichen Komponisten stammende Badinierie keck, ja fast übermütig von der virtuos geführten Flöte und ebenso gekonnt von den Streichinstrumenten begleitet daher kam.
Die Stimmung blieb, denn nun kamen mit der "Kleinen Nachtmusik" von W. A. Mozart und den Menuetten von Boccherini und L. v. Beethoven "Ohrwürmer", die man, wenn auch mit anderer Instrumentierung, kannte und immer wieder gern hörte, ohne in jedem Fall gerade sagen zu können, wie das Stück heisst und wer die Musik geschrieben habe. Wer kennt schon den "Walzer aus der Jazz-Suite Nr. 2" von Dimitri Schostakowitsch?...Jeder natürlich, nachdem dieser melancholisch in Moll gehaltene und dennoch unglaublich beschwingte Walzer von André Rieu in die Charts katapultiert wurde. Unsere drei Papillons brachten ihn so herüber, dass nichts von seiner Faszination verloren ging. Aus "Moon River" machten sie ein Konzertstück, das man guten Gewissens ins Fach "Leichte Kammermusik" einsortieren könnte, und als dann noch bei "Hellow, Dolly" Ilona Naumova ihrer Violine, wie man so sagt, die Flötentöne beibrachte und ihr Banjo-Rhythmen entlockte, da erreichte die Begeisterung der Zuhörer ihren Höhepunkt, der bei "Puttin in the ritz" von Irving Berlin und "I got rhythm" von George Gershwin bis zum Schlussapplaus nach erfüllter "Zugabe" nicht verlassen wurde. Es war ein Konzert, das jedem etwas brachte. Der Sonntag hätte nicht schöner beginnen können. (jsc)