Den alljährlichen Ballettvorführungen der Ballettschülerinnen aus dem Tanztherapie-Studio Monique in Schöftland - sie werden einerseits von Monique Gächter trainiert, andererseits jedoch von Rosmarie Grünig, RAD-diplomierte Lehrerin für klassisches Ballett (Royal Academy of Dance) - kommt stets grosses Interesse zuteil. Um der legendären Platzknappheit zu entgegen, hat Monique dieses Jahr kurzerhand die Mehrzweckhalle Hirschmatt in Hirschthal reserviert. Aber auch diese war bis zum letzten Platz besetzt. Im ersten Teil zeigten die Ballettschülerinnen der verschiedenen Stufen ihr Können, im zweiten Teil referierte Dr. med. Michael Zimmermann, Chefarzt in einer Klinik in Badenweiler, zum Thema «Die Selbstvergiftung aus dem Darm». Auch dieser Vortrag fand grosse Beachtung.

Vom Kindergarten bis zum Teenager
In der Ballettschule von Monique Gächter in Schöftland wird streng nach den Richtlinien der Royal Academy of Dance klassisches Ballett unterrichtet. Schülerinnen, die diesen Unterricht geniessen, können überall - sei es in Paris oder in London - in ihrem Grad direkt einsteigen, weil die Exercices, aber auch die Anweisungen überall denselben strikten Vorgaben entsprechen. Rund 40 Kinder und Jugendliche bewiesen im Laufe des Nachmittags auf der Bühne ihr Können und boten beste Unterhaltung - ihren Stufen entsprechend.

Wie schwierig der Weg zu einer perfekten Pirouette sein kann, bewiesen die Kleinsten, die Primary, indem sie den Wind im Garten mimten. Die Anforderungen wurden von Stufe zu Stufe höher, bis Grade 6 gekonnte Pirouetten zeigte. Im zweiten Teil wurden die Darbietungen bereits wesentlich anspruchsvoller. Unter dem Begriff «Allegro» zeigten ebenfalls wieder alle Ausbildungsstufen eindrückliche Szenerien.

Schliesslich waren die Tänze an der Reihe, angefangen bei den Primary, die Ritter und Prinzessinnen mimten. Als farbenprächtige Blumenkinder hatten die Tänzerinnen des Grade 1 ihren Auftritt, Grade 2 bot einen Charaktertanz mit Kissen, und danach folgten einige Darbietungen im Duo, im Trio, aber auch als Einzelauftritt.

Ab und zu werden auch in Schöftland aussergewöhnliche Talente entdeckt. Ein solches war Jaira Peyer, die nicht nur in tänzerischer Hinsicht einsame Spitze darstellt, sondern auch von aussergewöhnlicher Musikalität profitiert. Ihr «Tanz der Stunden» aus Coppélia - sie tanzte dieses Stück als Gast - wurde denn auch zum absoluten Highlight des Abends.

Einen Charaktertanz zum Thema «Freundinnen» tanzten Schülerinnen im Grade 1, «Carol of the bells» erklangen im Free Movement des Grade 2, Grade 6 bot einen Classical Dance, und Grade 4 setzte einen wunderschönen Schlusspunkt als «Schneeflocken» aus Nussknackers Weihnachts-Wald.
Den erfrischenden Apéro nach diesem Ballett-Genuss, dargereicht vom Frauenmorgen-Team der Kirche Muhen, hatten sich danach alle verdient.

Reizdarm-Syndrom muss nicht sein
In zweiten Teil stellte Monique Gächter Dr. med. Michael Zimmermann vor. Immer mehr Menschen leiden unter dem sogenannten Reizdarm-Syndrom. Herkömmliche Untersuchungsmethoden kommen dem Übel selten auf den Grund. Dr. Michael Zimmermann arbeitet als Chefarzt in der Klinik Zimmermann in Badenweiler und hat sich auf Diagnose- und Therapiemethoden nach Dr. Franz Xaver Mayr spezialisiert.

Pfarrerin Martina Holder aus Muhen fand den Zeitpunkt eines solchen Vortrages gerade jetzt während der Fastenzeit ideal. Bei den Mayrschen Therapien kommen Körper und Seele gleichermassen zum Tragen. Bei vielen Leiden, die durch die herkömmliche Medizin therapiert werden, kennt man den Ursprung nicht. Setzt man die Therapie ab, ist das Leiden oft wieder da.


Zum Beispiel die Cholesterin-Hysterie
Gemäss Dr. Zimmermann wird das Tam-Tam rund um den Cholesterinspiegel masslos übertrieben, was schliesslich lediglich der Pharmaindustrie, vielleicht noch den Bestattungsunternehmen etwas bringt. Ebenso warnt Dr. Zimmermann vor Rohkost und Körnern. Seit über 100 Jahren arbeiten Ärzte nach der F.X.Mayr-Methode, die auf Entgiftung, Schulung und Schonung beruht, denn die Selbstvergiftung durch den Darm sei das weitverbreitetste Übel, das jedoch nicht beachtet wird. Es ist Auslöser für zahlreiche Krankheiten wie Artheriosklerose, Bluthochdruck, Infarkt, Rheuma, Allergien, Stoffwechselstörungen, selbst Krebs, Morbus Bechterew und Multiple Sklerose können durch die Darmvergiftung ausgelöst werden.

Dr. Michael Zimmermann vermittelte wertvolle Tipps, wie einer Darmvergiftung entgegengewirkt werden kann. Das geht sogar ganz einfach zu Hause, indem der Darm mit warmem Wasser sanft gereinigt und strikte darauf geachtet wird, wie sich die Mahlzeiten zusammen setzen. Gemüse, Fisch, Geflügel werden sanft gegart, gänzlich verzichtet wird auf Rohkost (schwer verdaulich), sowie auf Obst und auf Fruchtsäfte (sind für Übersäuerung verantwortlich). Bewegung in der freien Natur und Wärmekissen auf dem Bauch wirken neben dem Konsum von sehr viel Flüssigkeit (Kräuter, die den Tee rot färben sollen ebenfalls gemieden werden) wahre Wunder.

Frieda Steffen