«Der war Out!» - «Ganz sicher nicht, der war eindeutig noch drin!» Durcheinanderreden, verschiedene Meinungen und sinkendes Sprachniveau. Abpfiff. «Wiederholung!» Allgemeines Aufatmen, erneuter Aufschlag, los, Konzentration!

So und ähnlich klang es am jährlichen Volleyballturnier des schweizerischen Postautoverbandes, das letztes Jahr am 2. und 3. November in Frick stattfand. Eine einmalig wertvolle Erfahrung für alle Neu-Schiedsrichterinnen, zu denen ich gehörte! Für mich und die drei weiteren Gymnasiastinnen, die am Turnier schiedsrichterten, war dies Neuland – und dann noch an einem so grossen Turnier. Wir waren alle aufgeregt, einen ganzen Tag mit topmotivierten Mannschaften von Postautoangestellten aus der ganzen Schweiz in der Halle verbringen zu dürfen.


Aufregung vor einer neuen Erfahrung

Im Auto gingen wir die wichtigsten Regeln zum gefühlten hundertsten Mal nochmals durch, um auch ganz sicher richtig urteilen zu können und nicht unfair zu richten. Dann kreuzten wir zuerst in der falschen Halle auf, kamen aber schliesslich dank mehreren Anrufen doch noch an. Uns wurde ein grossartiges von freiwilligen Helfern aufgebautes Frühstücksbuffet offeriert, die Hallenverhältnisse erklärt, der Ablauf des ganzen Turniers erläutert – und dann ging es auch schon los! Ins kalte Wasser geschmissen zu werden, ist manchmal eben immer noch der beste Weg, eine unbekannte Tätigkeit zu erlernen. Learning by doing hiess es also!

Motivierte Spieler und Fairplay
Und erstaunlicherweise führte dies wirklich zum Erfolg. 27 Spiele gab es, und nicht eines war darunter, in dem die Spieler die sportlichen Regeln missachtet hätten. Nicht umsonst heisst es auf unseren Schiedsrichter-T-Shirts, die wir für unsere Tätigkeit erhielten, ,,Fairplay -  Nur Bälle schlagen!‘‘ 


Mannschaften aus der ganzen Schweiz
Die Namen der Mannschaften wären schon ein Garant für gute Laune gewesen – von Knall-Frösch bis Moscht-Indianer gab es einen Haufen unterhaltsame Varianten. Hinter diesen Namen verbargen sich aus verschiedenen Altersgruppen zusammengewürfelte Teams, die eine schöne Durchmischung von Leuten ergaben. 


Das Ende eines erfolgreichen Turniers
Schlussendlich bewies das grossartige und hochspannende Finale: die Schweizer Postautoangestellen können Volleyball spielen – und zwar gut! Und die Surbtaler ganz besonders gut – sie gewannen das Finale und somit das Postautovolleyballturnier 2012! Die grösste Ehre dieses Tages war es für mich, das Finale zu pfeifen – obwohl ein Schiedsrichter gar nicht nötig gewesen wäre, so fair und korrekt wie die beiden Mannschaften spielten. Somit war der verdiente Sieg der Surbtaler ein würdiger Abschluss für das Turnier und für alle Beteiligten ein Erfolg.