Schinznach

Viele Kinder musizieren motivierter als im Alltag – „Online-Instrumentenvorstellung“

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Zum Glück sind Künstler kreativ und haben kurzerhand ihre Wohnzimmer zum neuen Arbeitsplatz/Home-/"Coronaoffice" eingerichtet.

Ein-Blick in das Musik-Wohnzimmer einer Musiklehrperson

Zum Glück sind Künstler kreativ und haben kurzerhand ihre Wohnzimmer zum neuen Arbeitsplatz/Home-/"Coronaoffice" eingerichtet.

Der Fernunterricht an der Musikschule Schenkenbergertal fordert die Lehrpersonen stark. Aber bringt sie auch dazu, digitale Lernformen umzusetzen, von denen die Schule auch später noch profitieren könnte.

Seit Mitte März findet der Unterricht wegen des Verbots von Präsenzunterricht nur noch aus der Ferne statt. So mussten sich Musikschulen, deren Lehrpersonen und natürlich die Musikschülerinnen und -schüler kurzfristig komplett neu organisieren. Denn der Wunsch nach einem möglichst geregelten, strukturierten Alltag mit abwechslungsreicher und sinnvoller Beschäftigung war gross. Schnell war klar, dass es auf digitalem Weg weitergehen muss.

Kreative Möglichkeiten und individuelle Unterrichtssysteme wurden gesucht, um anders als gewohnt, Lerninhalte von zu Hause aus zu vermitteln. Zusenden von Übematerial und Links, Austausch von Audio-/Videoaufnahmen, bis hin zu Unterrichtssequenzen mittels Einsatz von digitalen, virtuellen Medien. Die Eigenaktivität und Effort bei der Unterstützung und Hilfestellung beim Üben und Musizieren zu Hause, ist bei den Lehrpersonen riesig. Ihr geografischer Radius zwar deutlich kleiner, der musikpädagogische Horizont wurde durch das Ausprobieren von neuen Möglichkeiten gleichzeitig weiter.

Und schnell folgten auch schon positive Rückmeldungen und Komplimente von dankbaren und erfreuten Eltern. So hat das Musizieren in den Familien in den letzten Wochen eine ganz besondere Bedeutung erhalten und gibt zeitlichen und emotionalen Halt. Die Umstellung animiert und motiviert viele Kinder, fleissig zu üben. Individuell in Wohnzimmern, auf Balkonen oder im Freien wurde Musik gemacht. Diese herausfordernde Situation zeigt uns: Musik verbindet, macht frei und bringt Freude in den Alltag.

Die aktuellen Unterrichtsformen vermögen den Präsenzunterricht natürlich nicht zu ersetzen. Sie bieten aber in der jetzigen Situation eine mehr als gute Alternative und werden vielleicht auch später stärker und offener genutzt.

#MusikBleibt – „Online-Instrumentenvorstellung“

Nicht nur der Fernunterricht stellt die Musikschule Schenkenbergertal vor neue Herausforderungen. Leider kann sie diesem speziellen Frühling die geplanten Anlässe wie das Frühlingskonzert, den kantonalen Stufentest mCheck, den Instrumentenparcours und die Besuchswochen nicht durchführen.

Not macht bekanntlich erfinderisch und so haben die Instrumentallehrpersonen nun kurze Video-Clips aufgenommen, um interessierten Schülerinnen und Schüler einen umfassenden Einblick in die breite Palette der Musikinstrumente zu geben und die Instrumentenwahl dadurch hoffentlich zu erleichtern. Diese sind auf der Website www.ms-schenkenbergertal.ch und auch auf der neu geschaffenen Facebook-Site der Musikschule zu finden. Zudem können Kinder an einem Wettbewerb teilnehmen. Auf Wunsch vermittelt die Musikschule auch telefonische Beratungsgespräche zum Unterrichtsangebot welches ab der 1. Klasse besucht werden kann. Anmeldeschluss ist am 15. Mai 2020.

Die Musikschule freut sich auf viele Anmeldungen zum Instrumentalunterricht.

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