„Eingeladen hatte Nie Wieder Atomkraftwerke NWA Aargau seine Mitglieder ins Berghaus Schafmatt, einem symbolträchtigen Ort. Denn von diesem Aussichtspunkt oberhalb Aarau erblickt man neben der hügeligen Juralandschaft im weiten Mittelland auch die Dampffahne vom Atommeiler Gösgen. Ein starker Wind blies und setzte damit eine funktional perfekt ausgeklügelte, kleine Modellturbine in Aktion; eine ausgereifte zukunftsweisende Technologie zur Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien.

An der gut besuchten Mitgliederversammlung beschrieb die Präsidentin von NWA Aargau, Lotty Fehlmann Stark, die erfolgreiche Vereinstätigkeit im vergangenen Jahr.

Doch zukünftig werden die Herausforderungen noch zunehmen. So gilt es zu verhindern, dass die geplanten neuen AKWs, z. B. Gösgen und Beznau, gebaut werden. Dies ist eine dringende Forderung, denn auch die Probleme einer sicheren Lagerung der atomaren Abfälle sind noch keineswegs gelöst.

Im Ausblick für 2010 wurde erwähnt, wie wichtig für NWA Aargau eine möglichst breite Präsenz im ganzen Kanton sowie die Vernetzung mit andern Organisationen und politischen Parteien sein wird.

Unter dem Motto „Damals - heute - morgen" kam die Besetzung vom Gelände des einstmals geplanten AKW in Kaiseraugst zur Sprache, zuerst mit einem eindrücklichen Filmdokument, erläutert von Peter Scholer, welcher dies vor 35 Jahren miterlebt hatte. Der bekannte Liedermacher und Geschäftsführer von NWA Schweiz, Aernschd Born, griff in die Saiten seiner Gitarre und sang seine eindrücklichen „Besetzerlieder" aus jener Zeit und heutige Songs. Reto Rigassi, Elektroingenieur, verglich in seiner Präsentation die riesigen technologischen Fortschritte von damals bis heute; z. B. ein riesiger „Natel" Telefonkasten gegenüber den heutigen kleinen Alleskönnern, den iPhones. Doch im Gegensatz dazu bleibt die AKW Technologie genau so veraltet wie damals...

Grund genug für NWA Aargau sich auch zukünftig gegen AKWs zu wehren und sich vehement für erneuerbare Energien einzusetzen."