Reinach (AG)

Vernissage im Museum Schneggli

megaphoneLeserbeitrag aus Reinach (AG)Reinach (AG)

Souvenirs und Reiseberichte

Eine voll ausgerüstete Honda Enduro Africa Twin, ein indischer Hausaltar, aus alten Getränkedosen kunstvoll gebastelte Spielzeugjets, Pfeil und Bogen aus dem Amazonasgebiet, kostbare Silbergefässe, dies alles und noch viel mehr ist momentan im Schneggli zu sehen

Am letzten Samstag lud Ursula Rüesch die Vernissagebesucher zu einer virtuellen Weltreise ein. Sie stellte die «Reiseführer» vor, welche mit ihren Leihgaben diese Ausstellung ermöglicht haben:

-   Herbert und Ruth Gautschi haben Kunstgegenstände aus Indonesien beigesteuert, denn Frau Gautschi verbrachte ihre ersten Lebensjahre in Sumatra.

-   Elisabeth Gloor, Zetzwil, kennt sich in Kenia gut aus. Ihr Mann ist dort in der schweizerischen Stiftung Biovision tätig.

-   Werner Hunziker, Walde, hat schon über 70 Länder besucht. Seine längste Reise führte von der Südspitze Südamerikas über 70'000 km bis an die Eismeerküste in Alaska.

-   Auch Monika Villiger, Pfeffikon, hat schon Dutzende von Ländern bereist. Ihr Hauptinteresse gilt den Kulturräumen des Islams und der Inkas.

Dann berichtete André Weingartner von einer seiner spektakulären Velotouren. Er war allein unterwegs und musste sich Abend für Abend eine Unterkunft suchen. So kam er in intensiven Kontakt mit den Einheimischen und kehrte deshalb mit einem völlig anderen Eindruck von Land und Leuten zurück, als dies bei «Normaltouristen» der Fall ist, welche im Eiltempo von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten verfrachtet werden. So bleibt ihm beispielsweise die grossartige Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft der Iraner unvergesslich. Schwierigkeiten gab es aber auch zu überwinden: die Durchquerung des Grossraums von Istanbul auf überfüllten Autostrassen, der lebensgefährliche Angriff eines Rudels verwilderter Hunde, der Aufstieg von der Küste des Kaspischen Meeres bis auf einen Pass in 3200 m Höhe. Die Zuhörer bedankten sich mit grossem Applaus für Weingartners witzige und informative Ausführungen.

Manuela vom Tanzstudio Elissa, eine Bauchtänzerin, liess die Anwesenden mit ihrer Kunst etwas vom Zauber des Orients spüren. Auch sie erntete grossen Beifall. Der Anlass endete mit einem Apéro mit Sangria und Gebäck aus verschiedenen Kontinenten.

Die Ausstellung ist bis 22. April jeweils am Samstag und am Sonntag von 13:30 bis 17:00 Uhr geöffnet.

Wer noch mehr Exotik geniessen möchte, kann am Mittwoch, 11. April, 19:00 Uhr, im Restaurant zum Schneggen, eine Reise der Sinne nach Indonesien unternehmen (Spezialmenü und Performance, Fr. 50.-, Anmeldung bis 04.04.2012 an vereinigung@museum-schneggli.ch).

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