Leider wollte es das Schicksal, dass sich der Wetterbericht für den Freitag bewahrheitete: trüb, nass und kalte 13 Grad in Wettingen. Trotzdem entschieden sich unser Kassier Urs Koller und Robert van Willigenburg, die Fahrt nach Kirchzarten über den Schwarzwald mit dem Velo zu absolvieren. Hut ab! Die restlichen sechs Teilnehmer unserer 3-tägigen Vereinsreise als Anlass zum 40-jährigen Bestehen des Radsportclubs Wettingen setzten sich ins warme Auto, die Velos auf dem Dach montiert. Schliesslich prophezeite der Wetterbericht für die nächsten Tage wieder eine markante Wetterbesserung. Die Route führte uns durch den Schwarzwald, wo die Lufttemperatur auf der Höhe gerade mal noch 8 Grad erreichte. In Kirchzarten angekommen, lud die nasskalte Witterung noch immer nicht zum Radfahren ein. So entschieden sich die „Autofahrer“ nach dem Zimmerbezug zu einen Stadtbummel in der nahegelegenen Stadt Freiburg. Unsere beiden „Hartgesottenen“ erreichten Kirchzarten am Nachmittag: sie hatten Glück und wurden kaum nass. Bei einem feinen Nachtessen in unserem Hotel Sonne wussten wir alle einander etwas zu erzählen.

Am Samstag war die Witterung trocken, jedoch recht kühl. Einer ausgedehnten Trainingstour stand somit nichts im Wege. Tour: Kirchzarten-Freiburg-Bad Krozingen-Breisach-Endingen-Riegel-Gottenheim-Kirchzarten (ca. 110 km). Diese führte uns auf flachem Terrain um den Tuniberg und das Weingebiet rund um den Kaiserstuhl. In Breisach machten wir einen Halt und genossen die köstlichen Backwaren in einer der zahlreichen Bäckereien. In der Rheinebene war es nun einiges wärmer, so dass man wenigstens mit kurzen Hosen weiterfahren konnte. Meist auf Nebenstrassen unterwegs hatte es kaum Verkehr, ein richtiges Eldorado für Velofahrer. Am Abend besichtigten wir noch den schmucken Ort Kirchzarten und verköstigten uns im Restaurant zur alten Post; schliesslich mussten die verbrauchten Kalorien wieder aufgefüllt werden.

Am Sonntag stand die Heimfahrt mit dem Velo auf dem Programm. Das Wetter war perfekt. Wir hatten kaum Zeit uns warmzufahren, schon mussten wir das Haupthindernis (den Passübergang beim Schauinsland) in Angriff nehmen. Schon ganz unten ging‘s mit 14 % Steigung los, spätestens jetzt musste „die Maschine“ wie geschmiert laufen. Diese Steigung hat uns einiges abverlangt, ging es doch auf ca. 1200 m ü.M. hinauf. Petra fuhr für mit uns noch ein Stück weiter die Passstrasse hinunter, kehrte anschliessend zurück hoch auf den Berg, weiter hoch zum Schauinsland-Aussichtspunkt und kehrte dann ins Hotel zurück. Sie hat sich bereit erklärt, unser Gepäck mit dem Auto zurück nach Wettingen zu fahren. Da Gerd auch mit dem Auto nach Hause fahren musste, waren wir nun zu sechst unterwegs. Richtung Todtnau-Wehr-Bad Säckingen fuhren wir durch die wilde Schwarzwaldlandschaft. Nach etwa 80 km machten wir in Bad Säckingen unseren Mittagshalt inmitten der malerischen Stadt. Via Kaisten-Leibstadt führte unsere Tour zurück nach Wettingen. Schlussendlich hatten wir ca. 125 km auf unserem Trainingscomputer registriert.

Trotz des anfänglich garstigen Wetters verbrachten wir eine gute Zeit miteinander. Wir genossen die Landschaft der Region Schwarzwald-Kaiserstuhl, die köstlichen Spezialitäten und die verkehrsarmen Strassen luden zu ausgedehnten Trainingstouren ein.

Juergen Berger, Präsident RSC Wettingen