Die Zutaten zum berühmten Appenzeller Biber? Kein Problem! Anis, Koriander, Ingwer, Zimt, Nelken, Treibsalz, Zucker, Mehl und viel Honig. Wieviel davon? Keine Chance- da ist der Appenzeller stur wie sein Ruf… Die Gruppe Bäckerinnen musste sich gewaltig anstrengen damit sie a) den schurigschönen Dialekt von Bäckersfrau Jacqueline Fässler verstehen und b) die strengen Auflagen für einen Original- Appenzeller Bärenbiber erfüllen konnte! Mit viel Freude, Humor und einer Prise Ironie wurden die knapp 30 Frauen der Frauen- und Müttergemeinschaft Fislisbach durch den interessanten Garten und das Leben von Dr. A. Vogel, den gemütlich- urchigen Zmittag bei Grossmutter im Schnuggenbock Waldegg und durch den Nachmittag im Dorf Appenzell oder eben- dem Backstubenbesuch in der Landbäckerei Sammelplatz geführt. Das Wetter machte gwundrig auf mehr- Aussicht nämlich. Und manch eine plant jetzt schon mal einen privaten Ausflug ins schöne traditionelle Appenzellerland. Nicht nur wenn der Hals brennt und die Leber zwickt oder die Lust auf unverfälschte Kost ohne Schnickschnack da ist. Zitronen, Capuccino und Peperoni gabs bei Grossmutter nämlich noch nicht! Magd Esther und den Melker- Sepp hätte wohl manch eine gerne nach Hause genommen. Die kennen noch das Tischgebet! Und zusammengestellt wird nach dem Essen auch- sonst heisst´s ab zum Abwasch in Grosi’s Küche! Den Hackbrettler gabs übrigens obendrauf- einfach so. Weil’s so heimelig und schön ist. Ohne Stau gings zurück ins Unterland- mit vielen schönen Erlebnissen vom Tag im Gepäck. Warum man Vollmondbier auch bei Leermond trinkt? Die Appenzeller im Vorarlberg einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben und der Aldertoni beim Unterhosenkauf in St. Gallen ziemlich ratlos zurückblieb? Findets use! Chömid cho luege- sönd wöllkomm!

Monika Koch, Aktuarin Frauen- und Müttergemeinschaft Fislisbach