Genau 45 Mitglieder begrüsste Andreas Brönnimann, Präsident der Feuerwehr-Vereinigung, im grossen Saal des Gasthofs Sonne zur 41. Ausgabe der traditionellen GV.

Nachdem die Windischer Feuerwehrmänner und -frauen mit einem zünftigen Riz Casimir aus der "Sonnen"-Küche verköstigt worden waren, ging es mit den Traktanden los. Aktuar Andreas Uhl verlas das Protokoll der letzten GV, das einstimmig gutgeheissen wurde. Die Rechnung wurde von Kassier Markus Peterhans präsentiert und ebenfalls genehmigt. Präsident Andreas Brönnimann liess in seinem Jahresbericht das vergangene Vereinsjahr Revue passieren - wiederum hatte die Feuerwehr-Familie viele schöne Stunden miteinander verbracht. Lukas Bucher, Kommandant der seit einem Jahr operierenden neuen Gross-Feuerwehr Windisch-Habsburg-Hausen vermeldete in seinem Jahresbericht total mehr als 50 Alarm-Einsätze und lobte die gute und grosse Kameradschaft unter der aktiven Truppe. Brennende Abfallkübel, Autos und Waschmaschinen, ein Gas-Leck und Verkehrsunfälle hielten die Feuerwehr in Atem. Im Juli rauchte es wie wild aus einer Windischer Wohnung: Ein Mann war beim Kochen eingeschlafen, das "Plätzli" in der Pfanne verschmort - dank der Feuerwehr ging alles noch einmal glimpflich aus. Zwölf Wespennester wurden ausgehoben, bei sieben Rohrbrüchen Wasser gepumpt.

Unter Tagespräsident Sepp Vogel wurde der Vorstand einstimmig wiedergewählt. Präsident Andreas Brönnimann stellte das Jahresprogramm vor: Demnach löschen die Windischer Feuerwehrmänner ihren Durst bald schon bei einer Besichtigung in der Feldschlösschen-Brauerei in Rheinfelden. Die Feuerwehr-Reise führt ins Val de Travers, wo eine Asphaltmine aus dem 17. Jahrhundert sowie ein Schaumwein-Keller auf ihre Entdeckung warten. Präsident Brönnimann ehrte Walter Bührer für seinen 36 Jahre langen Feuerwehrdienst an der Motorspritze und der mechanischen Leiter mit einer speziellen Feuerwehr-Pfeffermühle in Form eines Hydranten. Gemeindeammann Hanspeter Scheiwiler bedankte sich bei den Feuerwehrmännern für ihren Einsatz bei Wind und Wetter: "Ihr seid ein bodenständiger Verein und pflegt die Kameradschaft - das ist schön!" Die 1968 gegründete Feuerwehr-Vereinigung ist einer der traditionsreichsten Windischer Vereine und ging aus der 1929 gegründeten "Pikettvereinigung" hervor. Bereits zum 61. Mal (!) in Folge an der GV dabei war der Windischer Feuerwehr-Veteran und Abschlepp-Profi Heiri Obrist: "Ich habe seit 61 Jahren nie gefehlt an der GV. Dieses Datum merke ich mir immer besonders gut: Auch am 8. Januar 2010 werde ich wieder dabei sein!" (esw)