Seit drei Jahren unterstützt die katholische Pfarrei Suhr-Gränichen zwei Projekte von den School Sisters of St. Frances (Franziskanerschwestern) in Indien, ein Mädcheninternat in Nordindien und ein Altenheim für Frauen in der Nähe der Stadt Bangalore. Im November 2016 hat Pfarreileiterin Rita Wismann-Baratto die Projekte besucht.

Einen Monat hat Rita Wismann in Indien verbracht, begleitet und unterstützt von einer Ordensschwester, die sich für diese Projekte engagiert. «Vor zwei Jahren haben wir im Internat die Schlafräume der Mädchen mit Wolldecken, Kissen, Leintüchern und Moskitonetzen ausgerüstet und die Anschaffung von Schulmaterial finanziert», erzählt die Pfarreileiterin. «Frauen und Mädchen haben in Indien einen schweren Stand. Dank der Schulbildung bekommen sie Selbstvertrauen und die Möglichkeit einen Beruf zu lernen.» 101 Mädchen besuchen derzeit das Internat in Bicchia im Norden von Indien. Dieses wird von den Ordensschwestern interreligiös geführt, Hindus und Christen sind gleichermassen willkommen.

Beim Besuch hat Rita Wismann festgestellt, dass die sanitären Anlagen (WC, Waschbecken) in einem erbärmlichen Zustand sind und für die vielen Schülerinnen nicht ausreichen. Auf ihren Vorschlag hin plant die Schulleitung nun einen neuen WC-Anbau, an dem sich die Pfarrei finanziell beteiligen möchte.

Grosses Interesse in der Pfarrei an den Projekten
Das Interesse an den Projekten in der Pfarrei ist gross. Die Leute tragen das Anliegen mit. Das freut mich sehr», sagt Rita Wismann.

Die Spenden für Indien stammen einerseits aus gewissen Gottesdienst-Kollekten. Andererseits kommen auch bei Abdankungen in der Pfarrei immer wieder Beträge für Indien zusammen. «Wir geben, was wir geben können. Für konkrete Summen verpflichten wir uns ganz bewusst nicht, damit kein Druck entsteht», erklärt die Pfarreileiterin. Im 2014 zum Beispiel kamen inklusive Erlös des oekumenischen Basars über 20'000 Franken zusammen.

Neben dem Mädcheninternat unterstützt die Pfarrei ein Altenheim für bedürftige Frauen, damit diese nicht auf der Strasse leben müssen. Hier wurde eine Biogasanlage auf der Basis von Kuhmist mitfinanziert, mit der im Heim gekocht wird.

Persönliche Beziehungen als Türöffner
Entstanden ist das Engagement der Pfarrei aufgrund von Rita Wismanns persönlichen Verbindungen: «Meine Firmgotte ist Ordensschwester bei den Erlenbader Franziskanerinnen in Sasbach. So habe ich nicht nur Beziehungen zum Mutterhaus geknüpft, sondern dort auch Schwestern aus der indischen Provinz dieses Ordens kennengelernt. Es war seit Jahren mein Wunsch, Projekte dieser Schwestern zu unterstützen.»

Als Rita Wismann nach ihrem Amtsantritt dieses Anliegen mit dem Team besprach, fand sie offene Ohren dafür.