Unterkulm

Unterkulms steiniger Weg zur Korbball-Krone

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SM Korbball Jugend 31.8.2014, Aarwangen «Vrenis Traum», was leidet er jedes Jahr aufs neue, immer dabei, nahe an der Schweizer Elite, und kurz vor dem finalen Ziel bleibt dann doch ein kleiner, aber stolzer Haufen Elend übrig, wenns wieder einmal nicht ganz gereicht hat.

Aufrappeln und motivieren fürs nächste Jahr und das seit x-Jahren! Meister werden beim grossen Treffen der 80 besten nationalen Jugend-Korbball-Teams, dass ist Vreni Wassers grosser Traum. Sie weiss genau: «If you can dream it ­– you can do it!» – ihr Leitfaden, Motor und Tröster, wenn wieder nur der vierte, fünfte, vierte oder sechste Platz im Endergebnis gewertet wurde.

Dynamisches Meisterduo
Vreni Wasser (U14/16) und Martina Gloor (U16), die beiden Trainer-«Blondis» halten seit Jahren als mehrfacher Kantonsmeister die Kulmer Korbball-Nachwuchs an der Spitze, sie heimsen haufenweise Turniersiege ein und schämen sich auch nicht, in der Luzerner Meisterschaft schon zwei Mal ohne Meisterkürung auf dem Treppchen zu oberst zu stehen. Leistungen, die immer wieder aufs neu unter Beweis gestellt werden und das im Aargau, wo im Vergleich mit den starkten Bern oder Ost- und Innerschweizer, mit einem rasanten Schwinden an Korbballvereine zu kämpfen hat. «Es fehle vor allem an starken Gegnern zur Vorbereitung um an der Schweizermeisterschaft nicht wieder gegen die Schweizer Übermacht aufzuwachen» so Vreni Wasser.

Taktik ist aufgegangen
Das mit vielen neuen, und jungen Spielerinnen ohne nennenswerte Erfahrung an Grossturnieren aufwartende U14 Team wurde ausgerechnet der Hammergruppe D zugelost. Die Aargauerinnen standen zwischen den Ostschweizer Meister-Teams Zihlschlacht und Oberhofen-Illighausen, und der Berner Elite aus Müntschemir und Täuffelen. Ein Unterfangen, in das mit einer prognostizierten Feldmitte Platzierung gestartet wurde. Überraschend stark konnte das wichtige Auftaktspiel gegen Oberhofen mit 4:1 Körben gewonnen werden. Leider dämpften in der zweiten Runde die Täuffeler die gewonnene Euphorie mit der 3:1 Niederlage, sah es doch zu Spielbeginn äusserst Hoffnungsvoll aus, da man eine Halbzeit in Führung lag.

Nach dem knappen Sieg gegen das Team aus Müntschemier 2:1, stand nun nur noch das Zihlschlacht-Spiel an, die mit Täuffeln an der Tabellenspitze rangierende Mannschaft. Mit einem Punkt Vorsprung brauchten die Thurgauerinnen den Sieg um mit Täuffeln gleichzuziehen. Die «Chulmer-Girlies» brauchten denselben Sieg um mit 6 Punkten den zweiten Tabellenrang zu erreichen. Was folgte war ein historisches Ereignis sondergleichen, Zihlschlacht wurde regelrecht von den Mental starken Chulmerinnen überrascht und verlor mit 4:1 auch das erste Mal ihre Finalqualifikation.

In den Rangspielen kämpfte sich die junge Truppe bis zum Schlussgang um Platz 5/6 gegen die U14 aus Erschwil. Ein hart umkämpfter Fight endete mit einem Remis und musste mittels Penltyschiessen entschieden werden. Am Ende war es der einte Korb, der nicht wollte. Trainerin und Team war vollumfänglich Zufrieden mit dem 6. Schlusssrang, ist man doch dieses Jahr wieder einen Zähler weiter Richtung Podest gerückt.

Durchmarsch an die Spitze
«Wer Meister werden will, muss jeden besiegen», was Vreni jedes Jahr aufs Neue den Spielerinnen predigte wurde beherzt und in 8 packenden Matches umgesetzt. Punkt – so die Kurzversion als Quintessenz. Gecoacht wurde die U16 wie schon 2013 von Martina Gloor, die sich mit viel Engagement den Vorrundengegnerinnen aus Eschholzmatt (LU), Müntschemier (BE), Wetzikon (ZH) und Hauptwil-Gottshaus (TG) annahm. Das Startspiel gegen die Zürcherinnen konnte souverän mit 8:1 verbucht werden. Nach dem gut erkämpften Spiel gegen Müntschemier war die Korbbilanz schon auf 12:2 angewachsen. Auch die aus der Luzerner Meisterschaft bekannten Escholzmatterinnen erhöhten den Zählerstand auf 22:2. Die Vierte Partie gegen den SM-Neuling Hauptwil-Gottshaus war reine Formsache und lieferte der Bilanz weitere 16 Zähler. Mit 8 Punkten und 38 erzielten Körbe, lediglich zwei Gegentreffern liebäugelte in der Mittagspause eine Jede mit dem Podest, welches ja, wie jedes Jahr, auch Zielvorgabe war. Zwei knallharte Rangspiele säumten den weiteren U16-Siegeszug. Ein Finaleinzug ohne Punkteverlust bedeutete, dass für «Vrenis Weisheit» auch der letzte Match gewonnen werden musste. Somit Stand Theorie der Praxis gegenüber worin der Gewinn aller Spiele für den Meister Pflicht war. Gesagt ­– getan? Der Gegner, kein geringerer als die Schaffhauserinnen aus Buchthalen waren die letzte Hürde, die den spektakulären Lauf der Chulmer «Goldies» noch stoppen konnten. Der mit harten Bandagen geführte Fight, musste sogar in eine «Ein-Minuten-Verlängerug,» doch die war reine Zeitmache, hatte sich doch Unterkulm ein dickes Polster von 5:1 Körben erkämpft.

Schweizer Meister das Ziel aller Ziele erreicht
«Das Ziel erreicht, das Ziel übertroffen». Eine U14, die sich mit mentaler Kraft ganz vorn bei der Elite gezeigt hatte, eine die U16, die Ihr Glück kaum fassen konnte, die mit Präzision, harten Training und eisernem Willen. Es ist einer dieser Tagesabschlüsse, mit dem nicht wirklich jeder gerechnet hatte, gehofft allenfalls, geträumt ein jeder, voraus die Couches Vreni und Martina, die es nie aufgegeben haben, an ihrem zu «schleifen und schaffen». Wie man diese Beiden kennt, geht der Lauf nach oben weiter – freuen wir uns auf die nächsten Meilensteine des STV Unterkulm Korbball.

«Hooopp Chulm!» Wie immer mit Ball und Korb auf www.facebook.com/KorbballUnterkulm

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