Unmögliches wagen mit Gideon

Spieltag der Chinderchile in Tegerfelden


Bei herrlichem Sonnenschein erlebten am Samstag 34 Kin-der, Helfer/innen und Leiterinnen in Tegerfelden  einen abwechslungsreichen Chinderchile-Spieltag rund um Gideon aus dem Buch Richter im Alten Testament.
Begrüsst wurden alle mit einem feinen Zmorge im Pfarrhausgarten. Weiter ging es in der Kirche mit Liedern, einem Gebet und der ersten Geschichte. Beatrice Meier stell-te den Kindern Gideon aus dem Volk Israel vor. Gideon fühlt sich klein und schwach. Er meint, er und sein Volk seien von Gott verlassen, da ihnen die feindlichen Midiani-ter zu schaffen machen, ihre Ernte oder ihr Vieh rauben. Doch gerade zu Gideon tritt ein Engel Gottes, der ihn beauftragt, sein Volk von den Feinden zu befreien.
Bevor Gideon selbst erschien, konnten die Kinder ein Bild von Gideon und dem En-gel ausmalen und bei zwei Spielen selbst erfahren, wie schwierig es ist, sich im Dun-keln zurechtzufinden und sich zu bewegen, ohne Lärm zu machen. Eben dies hatte Gideon zu meistern. Gekonnt schlüpfte Angela Rub in die Rolle dieses Mannes und bezog in die weitere Geschichte, die draussen in mehreren Stationen gespielt wurde, alle mit ein. Zusammen mit Gideon machten sich einige Kinder auf, um mitten in der Nacht den Altar und die Statue des Gottes Baal zu zerstören. Denn Gideon war klar, dass er und sein Volk keinen fremden Göttern mehr dienen wollten. Die Baalspriester - gespielt von anderen Kindern und Regine Hug - mussten sich geschlagen geben, als ihr Gott Baal einfach nicht eingriff, um sich an Gideon zu rächen. So schlossen auch sie sich Gideon an. Bei der nächsten Station rief Gideon seine Krieger zusam-men, nachdem die Midianiter wieder mal ins Land eingefallen waren. Als Gideon je-doch der Mut zu sinken begann, forderte er von Gott ein Zeichen, um sicher zu sein, dass Gott ihm gegen die mächtigen Feinde helfen würde. Zwei Mal antwortete Gott umgehend und bestätigte Gideon, dass er wirklich mit ihm war. Die Kinder und Gide-on stimmten froh in das Lied ein: „Mein Gott isch so gross, so schtarch u so mächtig, gar nüt isch unmöglich mym Gott!" Ehe es allerdings in den Kampf ging, gab Gott Gideon zu verstehen, sein Heer sei viel zu gross. Zuerst schickte Gideon alle nach Hause, die Angst hatten. Und dann durfte er nur die mit sich ziehen lassen, die wie ein Hund aus einem Bach tranken. Besiegt wurden die Midianiter schliesslich durch eine List. Mit nur 300 Männern machte Gideon mitten in der Nacht solch einen Lärm und stürzte auf das feindliche Lager zu, dass die Midianiter voller Panik die Flucht ergriffen und ein grosses Durcheinander zurück liessen. Die Kinder hatten viel Spass, diesen lauten Angriff selbst zu spielen und mit kleinen Trompeten, Fackeln und lautem Geschrei, auf die Zelte der Feinde zu zu stürmen. „Mit mim Gott, chan i über Muure springe. Er gibt mir Chraft a jedem Tag.", sangen alle mit Begeisterung zum Abschluss dieser interaktiven Geschichte.
Während der nächsten halben Stunde wurden weitere Bilder zur Gideongeschichte ausgemalt. Und bevor es Mittagessen gab, war noch Zeit für ein Spiel, bei dem es galt, Alarmgeräusche aus unserer Zeit - wie ein Polizeiauto, eine Eisenbahnschran-ke oder eine Veloklingel - nachzumachen.
Die von Familie Meier liebevoll zubereiteten Wienerli, Gemüsestücke, der Kartoffel-salat und das Brot wanderten schnell in die hungrigen Mägen. Und schon bald freu-ten sich alle an der Mittagspause auf dem Spielplatz.
Anschliessend erzählte Regine Hug, wie es mit Gideon weiter ging, nachdem er mit seinen Soldaten in seine Heimat zurück kehrte. Gerne hätte ihn sein Volk zum König gemacht. Doch Gideon lehnte die Königswürde ab und erinnerte alle daran, dass allein Gott ihr König sei und dass auch allein Gott der Sieg zuzuschreiben sei.
Als die Kinder ein letztes Bild ausgemalt hatten, konnten sie ihre eigene Gideonscha-le basteln, die in sechs Bildern die Geschichte von Gideon nach erzählte.
Weiter galt es, in Gruppen einen Postenlauf mit verschiedenen Aufgaben und Bas-telarbeiten zu bestehen. Bei Hörrätseln musste man genau hinhören. Bei weiteren Posten wurden Gewichte geschätzt oder Quizfragen rund um die Kirchenglocken beantwortet. Kreatives Gestalten war bei der Herstellung von Rasseln und Kerzen gefragt. Und beim Zvieri-Fest-Posten konnte jede Gruppe etwas anderes fürs Ab-schluss-Fest vorbereiten: die Tischdekoration, einen Fruchtsalat etc.
Mit einem fröhlichen und feinen Zvieri an festlich gedeckten Tischen klang der Spiel-tag schliesslich aus. Bevor die Eltern ihre Kinder wieder in Empfang nehmen konn-ten, wurde das Abschlusslied „Gott chunt mit..." gesungen und gebetet.
Während des Spieltags waren viele strahlende Kinderaugen zu sehen. Auch den Lei-terinnen und Helfer/innen hat der Spieltag viel Freude gemacht. Allen, die beim Spiel-tag mitgeholfen haben - sei es beim Programm, in der Küche, durchs Kuchenbacken usw. - gilt ein herzlicher Dank! Viele sind bereits jetzt gespannt auf den Ausflug der Chinderchile ins sinnorama nach Winterthur am 25. September 2010. Kinder ab fünf Jahren können dort mit allen Sinnen die Bibel erleben. Wer dann dabei sein möchte, melde sich bald bei Beatrice Meier (Tel. 056 242 19 51 oder mail: mei-max@bluewin.ch), denn die Teilnehmerzahl ist begrenzt! (rh)

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